Großer Bruder schwächelt bei Olympia in Athen

Die griechischen Behörden haben vor Beginn der Olympischen Spiele mit Problemen bei der elektronischen Überwachung zu kämpfen.

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Von
  • Oliver Lau

Mit dem elektronischen Überwachungssystem für die Olympischen Sommerspiele gibt es offenbar Probleme. Das C4I abgekürzte Command, Control, Communication, Computers & Intelligence der US-Sicherheitsfirma SAIC soll bis zum Beginn der Spiele am 13. August nicht vollständig funktionieren. Es sei nicht komplett installiert, auch die Übertragung der Bilder aus den Überwachungskameras zur Sicherheitszentrale sei nicht sichergestellt, wie die Stuttgarter Zeitung unter Berufung auf griechische Medien berichtet.

Das soll ein umfangreicher Test des Athener Verkehrssystems ergeben haben, der in den Morgenstunden des heutigen Sonntags durchgeführt wurde. Während des Tests wurden entlang der Hauptverkehrsstraßen unter anderem Unfälle und Angriffe simuliert. Die Bilder der Aktion hielt die Kamera eines über den Straßen kreisenden Luftschiffs fest, von Demonstranten als "schwebender Spitzel" verspöttelt.

Neben der Überwachung aus der Luft erregen sich Datenschützer auch über die Überwachung zu Lande. Mehr als 1500 hochauflösende Videokameras zeichnen jede Bewegung auf, hunderte Bewegungsmelder reagieren auf jede Zuckung in ihrem Überwachungsbereich. 1200 Mitarbeiter in über 100 Operationszentralen sind damit beschäftigt, die Daten computergestützt auszuwerten. (ola)