Wie man eine Laufmaschine konstruiert
Ein großer mechanischer Strauß, der sich auf metallenen Beinen fortbewegt, erregt auf Festivals viel Aufmerksamkeit. Wir zeigen, wie er sich nachbauen lässt.
Vor zwei Jahren stieß ich auf YouTube zufällig auf ein Video, das mich sofort in den Bann zog. Ein Mann in den USA hatte ein seltsames Geschöpf gebaut – eine ein Meter hohe Ente aus Metall, die eine kleine, zweirädrige Kutsche mit dem Mann darauf hinter sich her zog. In dem Video war zu sehen, wie das Vogelgeschöpf mit langsamen, unsicheren Schritten vorwärts watschelte.
- Bauweise einer zweibeinigen kinetischen Skulptur, die eine Kutsche zieht
- Funktionsprinzip der Kinematik der Laufbewegung
- Antrieb mit E-Bike-Umbausatz
Checkliste
Zeitaufwand: Mehrere Wochenenden
Kosten: ab 500 Euro
Material
- Altes Fahrrad 26" oder 28"
- Rechteckrohre aus Stahl 20 × 40 mm
- Stahlrohr 38 mm
- 10 St. Kugellager, z. B. 6200
- Eine Kutsche oder einen einfachen Sulky
- E-Bike-Umbausatz fĂĽr Hinternabenantrieb
- 36- oder 48-Volt-Akku passend zum E-Bike-Motor
- Linearmotor fĂĽr die Lenkung
Werkzeug
- Schweißgerät
- Flex
- 38 mm Lochsäge für Stahl
- Säulenbohrmaschine
Das Besondere an dem mechanischen Tier ist die Art und Weise, wie die Kraft vom Motor auf die beiden Metallbeine übertragen wird. Die Bewegungen haben etwas leicht Unheimliches, wie eine Mischung aus Frankenstein und Tier. Bald entdeckte ich mehrere Videos von ähnlichen zweibeinigen Laufmaschinen und entschied, selbst ein solches mechanisches Wesen zu bauen.
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Entstanden ist eine Straußendame, die den Namen Betty trägt. Das Projekt hat sich über zwei Jahre entwickelt und im Jahr 2024 ist sie, wie es sich gehört, mit beweglichen Flügeln, einem beweglichen Schnabel und jeder Menge LEDs ausgestattet, damit sie nachts so richtig strahlen kann. Unter ihrem gefiederten Hinterteil verbirgt sich außerdem eine Eierlegemaschine. Auf dem Nowhere-Festival in Spanien war Betty bereits zweimal und hat dort für viel Aufsehen gesorgt. Das Leben in der Wüste ist für eine mechanische Straußdame jedoch sehr hart. Staub, Regen, pralle Sonne und Mangel an passenden Ersatzteilen kosteten viel Kraft und brachten einige bittere Lernerfahrungen mit sich.
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