Erster Multifunker mit GSM und WLAN am Start
HP stellt voraussichtlich heute in den USA den ersten Pocket PC mit GSM/GPRS, WLAN und Bluetooth vor.
HP stellt in den USA den ersten Pocket PC mit GSM/GPRS, WLAN (IEEE 802.11b) und Bluetooth vor. In Amerika soll das Gerät iPAQ H 6315 heißen, in Europa unter dem Namen iPAQ H 6340 vertrieben werden. Als erster Provider wird womöglich T-Mobile den Handy-PDA in seine Produktpalette aufnehmen: Kein Wunder, braucht der deutsche Mobilfunkkonzern doch ein Gerät, mit dem sich endlich die eigene Infrastruktur bestehend aus GSM/GPRS-Netz und WLAN-Hotspot-Gefüge mit einem einzigen Gerät nutzen lässt. Programme für IP-Telefonie sollen dem Handheld beiliegen.
Im aktuellen Heft 16/2004 der c't kann man sich im Schwerpunkt "PDAs für alle Fälle" anhand eines Vorserientests selbst einen Ersteindruck des Multifunkers verschaffen. Die technischen Daten entsprechen, abgesehen von der Funk-Kombination, denen üblicher Pocket PCs: Den PDA treibt ein ARM-Prozessor vom Typ TI OMAP 1510 mit 168 MHz an. Im Chip verbergen sich zwei ARM-Prozessorkerne, wobei sich der eine um Schnittstellen (GSM/GPRS, IrDA, Sync-Port etc.), der andere um Applikationen kümmert. Dem Prozessor stehen je 64 MByte RAM und Flash-ROM zur Seite, was für die meisten Anwendungen ausreicht. Das Display zeigt 240 × 320 Pixel bei 16 Bit Farbtiefe an. Der H 6340 ist nur wenig größer als eine Zigarettenschachtel, landet mit 193 Gramm allerdings in der PDA-Schwergewichtsklasse. Als Betriebssystem kommt Windows Mobile 2003 Phone Edition zum Einsatz.
Der HP iPAQ H 6340 funkt auf vier GSM-Frequenzbändern (850/900/1800/1900 MHz) und eignet sich deshalb auch für Telefongespräche in Nord- und Südamerika. Insgesamt kann man auf dreierlei Weise mit dem Handy-PDA telefonieren: wie mit einem Telefonhörer, per kabelgebundener Freisprecheinrichtung oder mit der internen Freisprechfunktion, die für die Sprachausgabe einen gesonderten Lautsprecher auf der Rückseite nutzt. Auf eine Kamera hat HP beim europäischen Modell bewusst verzichtet, womöglich wegen Sicherheitsbedenken im Firmeneinsatz. Die Kamera lässt sich nur mit SD-Karte nachrüsten.
Hierzulande soll der neue iPAQ ohne Vertrag rund 700 Euro kosten. Erste Geräte werden voraussichtlich aber erst im September in den Läden stehen. (dal)