US-Energieministerium reagiert auf Datenlecks

Seit Jahren sind aus dem Los Alamos National Laboratory und anderen Zweigstellen des Ministeriums sicherheitsrelevante Datenträger verschwunden.

vorlesen Druckansicht 27 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Das US-amerikanische Department of Energy reagiert auf den anhaltenden Datenverlust im Los Alamos National Laboratory und in anderen Einrichtungen. In jedem der 16 Zweigstellen werden neue Sicherheitsvorschriften eingeführt, zitieren US-Medien den Minister Spencer Abraham. Demnach sollen geheime Daten wöchentlich inventarisiert und die Mitarbeiter einem Sicherheitstraining unterzogen werden. Auch soll der Zugang zu geheimen Daten fortan limitiert werden.

Im Mai war bekannt geworden, dass das Los Alamos National Laboratory, seit Jahren sicherheitsrelevante Daten festplattenweise verliert. Eine Inventur habe den Fehlbestand eines classified removable electronic medium (CREM) ergeben. Problematisch sind also portable Datenträger wie Festplattenlaufwerke, auf denen Geheiminformationen abgelegt sind. Zuletzt sei am 7. Juli ein Zip-Wechselmedium mit heiklen Daten verlorengegangen. Das FBI soll laut den Berichten Festplatten und Datenbänder in einem Computergeschäft gefunden haben. Doch nicht nur der Hardware-Verlust beschäftigt das Ministerium, denn Wissenschaftler hätten angeblich geheime Information per E-Mail über unsichere Internet-Verbindungen ausgetauscht.

Abraham erhofft sich nun laut Medienberichten von den eingeleiteten Maßnahmen, dass die Daten komplett bleiben und die Mitarbeiter individuell für die Vollständigkeit verantwortlich gemacht werden können. Der Minister hatte im Mai eine Ausmusterung der portablen Laufwerke in allen Nuklearlabors bis zum Jahr 2009 zugunsten einer plattenlosen IT-Umgebung gefordert. (anw)