IBM baut Supercomputer für die US-Navy
Ein Cluster aus 368 IBM-Servern mit jeweils acht Power4+-Prozesssoren soll der schnellste Rechner werden, der beim US-Militär momentan im Einsatz ist.
Einen Supercomputer unter anderem für kurzfristige Wettervorhersagen für die Schiffe der Navy und Simulationen zur Konstruktion von Jet-Flügeln und U-Booten hat das US-Verteidigungsministerium bei IBM bestellt. Das System, aufgebaut aus 2.944 Power4+-Prozessoren, soll eine theoretische Spitzenleistung (Rpeak) von 20 Teraflop/s erreichen -- über die erwartete reale Rechenleistung (Rmax) ließ sich IBM bislang nicht aus, meinte aber, das System werde unter die ersten 10 der Top500-Liste der Supercomputer gelangen. Gemessen an Rpeak läge das System, das unter dem Namen Kraken gebaut wird und den bislang schnellsten Rechner des US-Militärs darstellt, an vierter Stelle der Top500-Liste.
Das System für das Naval Oceanographic Office besteht aus 368 p655-Servern mit jeweils acht Power4+-Prozessoren. Die Knoten arbeiten unter IBMs Unix-Derivat AIX und sind über IBMs Cluster-Interconnect-Lösung High Performance Switch verbunden. Über finanzielle Details des Geschäfts, das noch ein kleineres System umfasst, machte IBM keine Angaben; das Gesamtvolumen soll aber unter 100 Millionen US-Dollar liegen. (jk)