Softwaredienstleister PC-Ware steigert Umsatz und Gewinn [Update]
Der börsennotierte Leipziger Softwaredienstleister PC-Wares sieht sich als marktführender Lizenzierer von Standardsoftware in Deutschland und den Niederlanden.
Der Leipziger IT-Dienstleister PC-Ware spürt wieder stärkere Nachfragen der Kunden und rechnet mit einem Aufschwung. Im ersten Quartal 2004/2005 konnte mit mehr als 115 Millionen Euro bereits 25 Prozent mehr Umsatz erreicht werden als im Vorjahresquartal, wurde am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Leipzig bekannt gebeben. An dem Umsatzziel von 460 bis 470 Millionen Euro wird festgehalten.
Das börsennotierte Unternehmen musste im Geschäftsjahr 2003/2004 weniger Gewinn und gesunkenen Umsatz verkraften. Angesichts eines schwierigen Marktumfeldes und der allgemein schlechten Wirtschaftslage ging der Umsatz um rund 60 Millionen Euro auf 404 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sank von 11,1 Millionen Euro auf 6 Millionen Euro. Die Börse reagierte am Morgen mit Abschlägen. Im Computerhandel sank der Kurs um rund 1,45 Prozent auf 7,45 Euro.
Im ersten Quartal konnte das EBITDA um rund 26 Prozent auf 1,84 Millionen Euro erhöht werden. Für PC-Ware als Softwarehändler bleibe Microsoft der strategische Partner Nr. 1, sagte Vorstandschef Knut Löschke. Aber auch das Geschäft mit anderen Partnern werde europaweit ausgebaut. Das Unternehmen bietet derzeit Produkte von rund 2000 Softwareherstellern.
"Auch im Hardwarebereich werden wir die Umsätze steigern", sagte Löschke. Er rechne damit, dass sich die Investitionen in die neue PC-Marke "senas" mit für den Mittelstand maßgeschneiderten Lösungen in Kürze rechnen. PC-Ware hatte kürzlich 50 Prozent Beteiligung an der Systemhausgruppe senas AG erworben. Ausgebaut werde auch der gesamte Servicebereich.
PC-Ware betreut mit mehr 750 Mitarbeitern rund 75.000 Kunden. Das Unternehmen wurde 1990 gegründet und ist seit 2000 an der Börse. Das europaweit agierende Unternehmen sieht sich als marktführender Lizenzierer von Standardsoftware in Deutschland und den Niederlanden und ist vor allem im Geschäft mit Microsoft-Software aktiv. (dpa) / (jk)