Mitarbeiter werden zurückgeholt: Investorengruppe übernimmt Lilium-Betrieb
Am Freitag kündigte der insolvente Flugtaxi-Entwickler seinen Mitarbeitern, jetzt hat sich doch noch ein Geldgeber gefunden.
(Bild: Lilium)
- Axel Vahldiek
- mit Material der dpa
Der insolvente Flugtaxi-Entwickler Lilium hat einen Investor gefunden und will sein Geschäft fortführen. Wie das Start-up-Unternehmen an Heiligabend mitteilt, hat ein Investorenkonsortium namens „Mobile Uplift Corporation“ einen Kaufvertrag für das Betriebsvermögen der Lilium-Tochtergesellschaften Lilium GmbH und Lilium eAircraft GmbH unterzeichnet. Die Mitarbeiter, denen am Freitag gekündigt wurde, würden zurückgeholt, sagte ein Sprecher gegenüber dpa. Laut Vorstandschef Klaus Roewe soll die Transaktion die Wiederaufnahme des Geschäfts Anfang Januar ermöglichen.
Der Gläubigerausschuss der Dachgesellschaft Lilium prüft laut Lilium derzeit den Deal, der Abschluss werde für Anfang Januar erwartet. Er stehe unter dem Vorbehalt der Erfüllung „bestimmter üblicher aufschiebender Bedingungen“. Über den Kaufpreis und die Investoren hinter Mobile Uplift wurde nichts mitgeteilt.
Noch fliegt nichts
Das Start-up-Unternehmen hat in den vergangenen zehn Jahren ein elektrisch betriebenes Kleinflugzeug entwickelt, das senkrecht starten und landen soll. Der erste bemannte Flug war zuletzt für Anfang 2025, die erste Auslieferung an Kunden für 2026 geplant. Doch dann ging Lilium das Geld aus, Ende Oktober meldete das Unternehmen Insolvenz an.
Zwischenzeitlich stand auch staatliche Hilfe im Raum. Doch die Zweifel vieler Experten und des Marktes an der Technologie überwogen schließlich – nach massiver öffentlicher Kritik versagte die Ampel-Koalition dem Start-Up ein Darlehen von 50 Millionen Euro, auch die bayrische Regierung erteilte daraufhin eine Absage. (axv)