Sparen für die Zukunft: Wertpapier-Depots für Kinder im Vergleich
Wer für seine Kinder investieren möchte, kann dafür spezielle Junior-Depots nutzen. Der Vergleich offenbart große Unterschiede.
Das Geld aus dem Sparschwein sollte für den langfristigen Kapitalaufbau eher in ein spezielles Junior-Depot fließen.
(Bild: KI, Collage c’t)
Ob Führerschein, die Grundausstattung für die erste Wohnung oder einfach nur Startkapital für die ersten Schritte als Erwachsener: Mit dem 18. Geburtstag sind nicht nur viele neue Rechte und Pflichten verbunden, auch die finanziellen Bedürfnisse ändern sich – mitunter schlagartig. Eltern sind daher gut beraten, frühzeitig einen Grundstock für die zu erwartenden Ausgaben zu legen, zum Beispiel mit einem Junior-Depot.
Junior-Depots – mitunter auch als Kinder- oder Minderjährigen-Depots bezeichnet – sind eine besondere Form des Wertpapierdepots. So müssen die Erziehungsberechtigten das Depot zwar eröffnen und verwalten, das eingezahlte und erwirtschaftete Geld steht aber dem Kind zu. Zudem sind Sie verpflichtet, die Anlageprodukte entsprechend den „Grundsätzen einer wirtschaftlichen Vermögensverwaltung“ auszuwählen (§ 1642 BGB). Es gibt aber auch zwei große Vorteile: Für ein Junior-Depot greift der steuerliche Freibetrag des Kindes, zudem ist es im Falle von privater Haftung oder Privatinsolvenz der Eltern geschützt. Ein Nachteil könnte sein, dass das Depot auch dann berücksichtigt wird, wenn es um das Vermögen des Kindes geht. Ein Beispiel dafür ist BAföG.
- In Verbindung mit bestimmten ETFs verzichten viele Broker bei Sparplänen auf Gebühren, knüpfen daran aber mitunter bestimmte Voraussetzungen wie eine Mindestsparplanrate.
- Für Einmalkäufe müssen Sie bei allen Anbietern Ordergebühren zahlen. Die gelten auch, wenn Anteile später verkauft werden sollen – auch, wenn es sich dabei um ETFs handelt.
- Wann und wie oft ein Sparplan ausgeführt wird, handhabt jeder Broker anders. Dies sollten Sie bei der Wahl des Anbieters berücksichtigen.
Im Folgenden stellen wir die Junior-Depots von acht Finanzinstituten – 1822direkt, Comdirect, Consorsbank, DKB, Flatex, HypoVereinsbank, ING, S Broker – vor. Dabei gehen wir auf die grundsätzlichen Kosten, die verfügbaren Anlageprodukte und Sparplan-Funktionen ein. Zudem zeigen wir, zu welchen Beträgen sich unterschiedliche Sparraten nach 18 Jahren summieren können. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie viel Geld Sie für Ihr Kind investieren sollten.
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