Sony steigert Quartalsgewinn trotz Absatzschwäche in Japan
Gut gelaufen sind vor allem die Geschäfte bei internationalen Beteiligungen.
Vor allem am schwachen Wechselkurs des Yen hat es gelegen, dass der japanische Unterhaltungselektronik-Gigant Sony im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2004/2005 entgegen den Erwartungen einen Gewinn erwirtschaftet hat. Der Wechselkurs gab dem Auslandsabsatz Schwung; somit konnte der Konzern die Absatzschwäche auf dem Heimatmarkt zumindest teilweise kompensieren und in der Bilanz einen gestiegenen Nettogewinn ausweisen.
Das operative Ergebnis von Sony ist um 41,4 Prozent auf 9,8 Milliarden Yen (73 Millionen Euro) gefallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Tokio mit. Der Gewinn vor Steuern fiel um 81,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Yen (49,2 Millionen Euro). Der Nettogewinn kletterte dagegen kräftig von 1,1 Milliarden auf 23,3 Milliarden Yen (173,9 Millionen Euro). Der Umsatz stieg leicht um 0,5 Prozent auf 1,61 Billionen Yen (12 Milliarden Euro).
Ein Großteil des Gewinns fällt bei Sony stets in der Sparte Unterhaltungselektronik an. Auch die Film-Sparte schreibt Gewinne; der Bereich der Computerspiele steckt hingegen tief in den roten Zahlen. Durch den guten Start des Films Spider Man 2 rechnet der Konzern im laufenden Quartal mit einem Gewinnanstieg in der Filmsparte.
Gut gelaufen sind vor allem die Geschäfte bei internationalen Beteiligungen. Sony Ericsson etwa erhöhte seinen Gewinn und brachte 5,8 Milliarden Yen in den Sony-Überschuss ein, während im Vorjahr noch ein Minus des Handyherstellers von 5,8 Milliarden Yen den Gewinn von Sony schmälerte. Ins Stocken geraten ist der Absatz der Playstation 2. In Europa konnte der Umsatz zwar -- währungsbedingt -- gesteigert werden, in den USA und Japan aber lief der Verkauf insgesamt schleppend.
Im laufenden Quartal bis Ende September rechnet der Konzern mit einem Gewinn, der in etwa auf Vorjahresniveau liegen werde. Zu Beginn seines Geschäftsjahres hatte Sony im April vor einem möglichen Quartalsverlust gewarnt und dies mit hohen Marketingkosten für den Kino-Film Spider Man 2 und einem starken Yen begründet. Für das Gesamtgeschäftsjahr bestätigte Sony seine Geschäftsprognose für einen Betriebsgewinn in Höhe von 160 Milliarden Yen. (tol)