Merkur-Sonde BepiColombo hat ihr Ziel planmäßig letztmals knapp passiert

BepiColombo soll den kleinen Planeten Merkur erforschen. Bevor der Flugkörper in die Umlaufbahn geht, kommt er seinem Ziel noch ein letztes Mal nahe. Warum?

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Mehrere Aufnahmen des Merkur

(Bild: ESA/BepiColombo/MTM; CC BY-SA 3.0 IGO)

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  • dpa

Ein letztes Mal vor Beginn ihrer Hauptmission ist die europäische Sonde BepiColombo nahe am Merkur vorbeigeflogen. Der Flugkörper näherte sich dem sonnennächsten Planeten auf 295 Kilometer und überflog dessen kalte Nachtseite und den Nordpol, wie die Europäische Raumfahrtbehörde ESA mitteilte.

Kameras der Forschungssonde nahmen dabei spektakuläre Bilder der Oberfläche des kleinsten Planeten auf. Zu sehen sind darauf etwa dunkle Krater, die nach Angaben der ESA zu den kältesten Orten des Sonnensystems gehören. Mit dem insgesamt sechsten Vorbeiflug soll die Sonde letztmalig wegen der enormen Anziehungskraft der Sonne abgebremst werden, um gegen Ende nächsten Jahres den Merkur zu umkreisen.

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BepiColombo war im Oktober 2018 zu ihrer jahrelangen Reise zum sonnennächsten Planeten gestartet. Ihre zwei Satelliten sollen ab 2027 die Oberfläche und das Magnetfeld des Himmelskörpers untersuchen. Dabei geht es etwa um die Fragen, ob es auf dem Merkur Wasser gibt, woraus der Planet besteht und wie er geformt wurde. Das europäisch-japanische Gemeinschaftsprojekt soll dazu beitragen, die Ursprünge des Sonnensystems besser zu verstehen. Es wird aus dem ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt gesteuert.

(mho)