Nur zwei UMTS-Netze für Australien

Nachdem die mehrheitlich staatlicheTelstra vor kurzem angekündigt hat, mit 3 ein Joint Venture zu gründen, haben nun die Netzbetreiber Optus und Vodafone bekannt gegeben, gemeinsam ein UMTS-Netz betreiben zu wollen.

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In Australien werden voraussichtlich nur zwei UMTS-Netze errichtet. Die australischen Netzbetreiber Optus und Vodafone haben heute bekannt gegeben, gemeinsam ein UMTS-Netz (WCDMA Radio Access Network) errichten und betreiben zu wollen. Die mehrheitlich staatliche Telstra hat vor kurzem angekündigt, mit 3 ein 50:50-Joint-Venture zu gründen. Dieses übernimmt das bereits bestehende Netz von 3 und kümmert sich um dessen weiteren Ausbau. Der Anteil wird Telstra 450 Millionen australischer Dollar (262 Millionen Euro) in bar kosten.

Die beiden Verträge müssen noch von der Regulierungsbehörde genehmigt werden. Alle vier Unternehmen werden ihre eigenen Kernnetze betreiben und am Markt als Wettbewerber auftreten. Telstra will bereits nächstes Jahr mit UMTS auf den Markt kommen, Vodafone und die Singtel-Tochter Optus werden im Oktober 2004 erst die Vertragsdetails ausgearbeitet haben. Optus-Chef Allen Lew sagte: "Das Radio Access Network verursacht in etwa zwei Drittel der Kosten eines 3G-Netzes. Diese Kosten mit einem anderen Unternehmen zu teilen bringt Vorteile."

2001 waren in Australien sechs 3G-Lizenzen versteigert worden. Zwei Eigentümer wollen ihre Lizenzen aber nicht für WCDMA sondern für iBurst beziehungsweise CDMA 2000 1x (EV) nützen. (Daniel AJ Sokolov) / (anw)