Zölle und Diplomatie: Was "Donald Trump 2.0" für Apple bedeuten könnte
Sollte der Präsident in seiner zweiten Amtszeit Wahlversprechen komplett umsetzen, könnte Apple in Mitleidenschaft gezogen werden. Kann Tim Cook das verhindern?
Zeichnung von Donald Trump vor Apple-Logo: Für den iPhone-Hersteller geht es um viel.
(Bild: KI-Bildgenerierung mit Freepik)
- Christoph Dernbach
Ein iPhone 16 Pro mit 128 Gigabyte Speicher kostet in den USA derzeit ohne Mehrwertsteuer 999 Dollar. Die Pläne von Donald Trump würden den Preis um rund 260 Dollar erhöhen, weil neue Strafzölle auf Importe aus China in die USA fällig würden. Im Wahlkampf hatte der Spitzenkandidat der Republikaner zunächst in mehreren TV-Interviews angekündigt, in einer zweiten Amtszeit als Präsident einen Zoll von 10 Prozent auf Einfuhren aus allen Ländern zu erheben. Für Einfuhren aus China sollen darauf nochmals "mehr als 60 Prozent" kommen, sagte Trump in der Sendung Sunday Morning Futures auf Fox News.
Bereits nach Trumps erstem Wahlsieg 2016 hatten die Republikaner Strafzölle gegen China verhängt. Sie rechtfertigten diese Maßnahmen als eine Reaktion auf unfaire Handelspraktiken Chinas, darunter erzwungene Technologietransfers, Cyberdiebstahl geistigen Eigentums und diskriminierende Lizenzierungspraktiken. Trump machte aber auch nie einen Hehl daraus, dass es ihm schlicht und einfach darum ging, den weiteren Aufstieg der zweitgrößten Wirtschaftsmacht zu verhindern.
- Die von Trump angedrohten Strafzölle gegen Waren aus China könnten Apple massiv schaden.
- Apple erhofft sich durch die neue Regierung Vorteile in einem Kartellverfahren.
- Trotz unterschiedlicher politischer Ansichten pflegt Cook ein gutes Verhältnis mit Trump.
Die Zölle betrafen damals etwa zwei Drittel aller Importe aus China. In einer ersten Runde richteten sich die Importabgaben gegen Produkte aus den Bereichen Maschinenbau, Elektronik und Robotik. Im September 2018 wurden aber auch zusätzliche Zölle gegen etliche Konsumgüter verhängt. Wie durch ein Wunder blieben allerdings Smartphones verschont.
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