Nach Gewinnwarnung bezieht Medion Börsen-Prügel
Die Konsumflaute in Deutschland macht nun offenbar auch dem Aldi-PC-Lieferanten zu schaffen.
Nun macht die Konsumflaute in Deutschland dem als Aldi-PC-Lieferanten bekannten Medion-Konzern doch zu schaffen. Mit einer Gewinnwarnung schockierte er die Anleger heute früh. "Insgesamt betrachtet erweisen sich aus heutiger Sicht die noch zu Jahresanfang realistisch erscheinenden Umsatz- und Ergebnisziele als zu ehrgeizig", meldet der Konzern in einer Ad-hoc-Mitteilung. Statt der bisher erwarteten zweistelligen Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis sei nun auch ein Rückgang im Jahresvergleich für das Geschäftsjahr nicht mehr auszuschließen, heißt es weiter. An der Börse stürzte der Aktienkurs nach der Gewinnwarnung zunächst um 35 Prozent ab.
Im zweiten Quartal brach der operative Gewinn bei Medion um die Hälfte ein, nachdem zu Jahresbeginn noch ein klares Plus erzielt worden war. Der Umsatz sei um 5 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro gestiegen. Der Vorsteuergewinn (Ebit) ist hingegen um 14,7 Prozent auf 58,1 Millionen Euro geschrumpft. Nach Steuern beträgt der Gewinn 33,9 Millionen Euro -- im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 39,2 Millionen Euro.
Das Unternehmen kündigte zudem an, dass die Kostenstrukturen optimiert und die Ausweitung der Geschäfte im Ausland forciert werden solle. Der geplante Einstieg beim österreichischen PC-Hersteller Gericom steht unterdessen auf der Kippe. (tol)