Software AG hebt Gewinnprognose an

Im zweiten Quartal ist die Darmstädter Softwareschmiede zum ersten Mal seit drei Jahren wieder gewachsen.

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  • dpa

Die Darmstädter Software AG hat ihre vorläufigen Quartalszahlen bestätigt und ist demzufolge im zweiten Quartal 2004 zum ersten Mal seit drei Jahren wieder gewachsen. Daraufhin hob Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Streibich am Donnerstag die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr deutlich an. Das operative Ergebnis werde im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf 83 Millionen Euro steigen. Bislang hatte der zweitgrößte deutsche Software-Produzent einen Zuwachs von 25 Prozent erwartet.

Die Umsatzsteigerung im zweiten Quartal um 3 Prozent auf 106,3 Millionen Euro ist nach Angaben von Streibich vor allem auf einen besseren Verkauf von Lizenzen und einen harten Sparkurs zurückzuführen. In den vergangenen Monaten sei die Zahl der Beschäftigten um 13 Prozent auf 2435 gesunken. Allein in Deutschland habe das Unternehmen fast 100 Stellen abgebaut, sagte Streibich. In den kommenden Monaten werde die Belegschaft voraussichtlich wieder wachsen, allerdings nur in den Märkten England, China und Südafrika.

Ein deutliches Plus von 180 Prozent verzeichnete die Software AG im zweiten Quartal beim Gewinn nach Steuern in Höhe von 39,4 Millionen Euro. Allerdings ist hier der Verkauf der SAP SI in Höhe von rund 24 Millionen Euro eingeflossen. Im Halbjahresvergleich macht sich das Wachstum ebenfalls bemerkbar. Der Umsatz von 202 Millionen Euro lag zwar zwei Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Beim Ergebnis nach Steuern konnte die Software AG mit 49,2 Millionen Euro jedoch deutlich zulegen. Im ersten Halbjahr 2003 hatte es noch ein Minus von 3,6 Millionen Euro gegeben. Allerdings mussten damals mehr als 31 Million Euro zur Finanzierung des Sparkurses zurückgestellt werden. (dpa)/ (tol)