Elektronische Schlösser für geregelte Zutrittskontrolle im Überblick

Wer wann wo Zutritt haben soll, wird in Zutrittsmanagementsystemen verwaltet, die elektrisch betätigte Schlösser auf- und zusperren. Eine Produktauswahl.

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Von
  • Jürgen Seeger
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Was schon im Kleinbetrieb nervt, ist in größeren Firmen völlig unpraktikabel: Manuell zu betätigende Türschlösser, für die physische Schlüssel verteilt werden. Zu schnell ist die Übersicht verloren, wer wo hineindarf, nicht zu reden von den Folgen eines Schlüsselverlusts oder unautorisierten Kopierens. Da ist das Management digital verwaltbarer Schlüssel, auf denen beliebig feingranular hinterlegt werden kann, wer wann wo Zutritt erhält, nicht nur offenkundig einfacher und protokollierbar, sondern auch im Rahmen von Sicherheitsaudits besser nachvollziehbar. So ist die physische Zutrittskontrolle ein elementarer Bestandteil des Sicherheitskonzepts einer Firma oder einer Behörde.

Zudem lässt sich die EU-Richtlinie zur Cybersicherheit NIS2 durchaus so interpretieren, dass ihr gefahrenübergreifender Ansatz die physische Zugangssicherung einschließt. Das vertreten derzeit (Ende 2024) natürlich erst einmal die Anbieter solcher Systeme, eine definitive juristische Klärung steht aus. Aber auch die ENISA, die EU-Behörde für Cybersicherheit, sieht in der physischen Sicherheit einen entscheidenden Faktor und forderte in ihrem Report über die Sicherheitslage 2023 dazu auf, die Lücke zwischen Cybersicherheit und physischer Sicherheit zu schließen. Zudem kommt 2025 das KRITIS-Dachgesetz. Was Rechenzentren und Serverräume angeht, hat das BSI klare Vorgaben im Baustein INF.2 gemacht. Andere Dokumente dieser Behörde fordern darüber hinaus generell ein nachvollziehbares Schlüsselmanagement.

iX-tract
  • Moderne Zutrittssysteme werden sowohl zum Nachrüsten für einzelne Eingänge als auch für ganze Gebäude angeboten.
  • Statt mechanischer Schlüssel dienen Transponder, PIN-Codes, biometrische Merkmale oder Mobiltelefone als Türöffner.
  • Die physische Zutrittskontrolle sollte als integraler Bestandteil eines Sicherheitskonzepts verstanden werden.
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Jürgen Seeger
Jürgen Seeger

Jürgen Seeger war von Januar 1990 bis Mai 2019 iX-Chefredakteur.

Ein digitales Zutrittskontrollsystem kann in der minimalistischsten Auslegung aus einem batteriegespeisten elektrisch betätigten DIN-Schließzylinder und einer App mit dem Berechtigungsschlüssel bestehen. Auch verwaltet werden solche Einstiegssysteme meist per Smartphone-App. Zur Zielgruppe zählen neben Privathaushalten kleine Kanzleien oder Arztpraxen. Die Räumlichkeiten können auch gemietet sein, da ein Austausch des Schließzylinders vom Mieter vorgenommen werden darf. Die Batterie kann im Zylinder oder im Schlüssel integriert sein. Ein nicht berechtigter Schlüssel dreht dann im Zylinder leer, ein berechtigter betätigt den Kern.

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