Stiftung Warentest: Elektrosmog bei Handys weit unter Grenzwerten

Nutzer sollten jedoch sicherheitshalber auf niedrige Strahlung achten und durch vernĂĽnftiges Verhalten dafĂĽr sorgen, dass das Handy nicht die volle Strahlenleistung bringen muss, meinen die Warentester.

vorlesen Druckansicht 176 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • JĂĽrgen Kuri

Der Elektrosmog bei Handys liegt nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest weit unter den gesetzlichen Grenzwerten. Die Berliner VerbraucherschĂĽtzer haben 19 Mobiltelefonmodelle auf ihre elektromagnetische Strahlung untersucht. Fazit: "Die geprĂĽften Handys sind nach derzeitigem Stand der Wissenschaft unbedenklich. Sie unterschritten die gesetzlich vorgeschriebenen SAR-Werte um mindestens 50 Prozent, im realen Betrieb sogar zum Teil noch deutlich mehr", heiĂźt es in der kommenden Juli-Ausgabe der Zeitschrift "test".

Zur Bewertung der Strahlung hat sich die spezifische Absorptionsrate (SAR) durchgesetzt. Sie gibt an, welche Strahlungsleistung, bezogen auf die Körpermasse, der Kopf beim Telefonieren durchschnittlich aufnimmt. Der gesetzliche Grenzwert für die höchstzulässige Belastung liegt demgegenüber bei 2 Watt pro Kilogramm. Das Umweltzeichen Blauer Engel bekommen Handys dagegen nur, wenn ihr SAR-Wert bei höchstens 0,6 Watt pro Kilogramm liegt.

Noch sei nicht wissenschaftlich bewiesen, ob die beim mobilen Telefonieren auftretende Strahlung gefährlich sei oder nicht, meinen die Warentester: "Obwohl die tragbaren Telefone seit über zehn Jahren im Einsatz sind, ist keine signifikante Häufung der in Frage kommenden Erkrankungen festzustellen. Und es ist immer noch umstritten, ob die Wirkungen der Strahlung langfristig nicht doch krankhafte Veränderungen fördern kann." Nutzer sollten sicherheitshalber auf niedrige Strahlung achten und "durch ein vernünftiges Verhalten dafür sorgen, dass das Handy möglichst nicht die volle Strahlenleistung bringen muss und damit das Körpergewebe unnötig erwärmt", empfiehlt die Stiftung Warentest. (jk)