Mehr Weichen: Vollsperrungen am Berliner Hauptbahnhof

Im Tiefbahnhof des Berliner Hauptbahnhofs staut sich der Verkehr. Neue Weichen und Signale sollen für mehr Flexibilität sorgen.

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Ein ICE im Tunnel, der zum Tiefbahnhof des Berliner Hauptbahnhofs fĂĽhrt.

(Bild: DB AG / Volker Emersleben)

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Die Deutsche Bahn erweitert den unterirdischen Teil des Berliner Hauptbahnhofs um zusätzliche Weichen und Signale. Reisende müssen deshalb ab dem 17. Februar mit Behinderungen rechnen. An zwei Wochenenden – im März und April – wird es sogar zu Vollsperrungen des Tiefbahnhofs kommen. Dann leitet die DB Züge zu anderen Bahnhöfen um.

Mit der Erweiterungsmaßnahme will die Bahn Züge künftig schneller und flexibler an die Bahnsteige fahren lassen. Durch zusätzliche Verbindungen habe der Bahnverkehr seit der Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofs im Jahr 2006 kontinuierlich zugenommen. Als Beispiel wird die stündliche Schnellverbindung zwischen Berlin und München genannt. Infolge des erhöhten Zugverkehrs komme es immer wieder zu Wartezeiten, weil Gleise im Tiefbahnhof belegt sind. Neue Überleitmöglichkeiten sollen dies beheben.

Beginnend mit dem 17. Februar wird bis zum 22. April abwechselnd an jeweils vier der acht Gleisen gearbeitet. An zwei Wochenenden muss der Tiefbahnhof komplett außer Betrieb genommen werden. Dies soll vom 21. bis zum 24. März sowie während der Osterfeiertage, vom 18. bis zum 22. April, geschehen. S-Bahn und der oberirdische Teil des Hauptbahnhofs sind von den Arbeiten nicht betroffen, betont die Bahn. Folglich sind die Auswirkungen primär auf den Nord-Süd-Verbindungen zu spüren.

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Der Fernverkehr soll lediglich an den Sperrwochenenden betroffen sein – die Züge halten laut Planung dann nicht am Hauptbahnhof und am Bahnhof Südkreuz, sondern werden zu anderen Berliner Fernbahnhöfen umgeleitet. Spürbare Auswirkungen haben die Arbeiten auf den Regionalverkehr, der im Tiefbahnhof hält. Die Bahn beschreibt die genauen Änderungen in einer Medienmitteilung.

Der 3,4 Kilometer lange Tunnel fĂĽr die Nord-SĂĽd-Fernbahn wurde im Jahr 2006 in Betrieb genommen und wird vom Fern- und Regionalverkehr genutzt. Die Energieversorgung der ZĂĽge erfolgt nach Angaben der Bahn ĂĽber eine Stromschienenoberleitung.

In diesem Jahr plant die Bahn außerdem die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin. Hierfür ist ein umfangreicher Ersatzverkehr nötig. Dieser soll allerdings erst im August 2025 beginnen.

(mki)