Analysten: Umsatz mit Cobots steigt bis 2030 auf 7,2 Milliarden US-Dollar

Der Markt kollaborativ arbeitender Roboter wächst. Analysten sehen jährliche Wachstumsraten von 28 Prozent.

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FlieĂźbandproduktion von Solarpanels mit Industrierobotern.

(Bild: IM Imagery/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Robotik-Industrieanalysten des global agierenden Wirtschaftsanalyseunternehmens ABI Research prognostizieren, dass der weltweite Umsatz mit Cobots, also kollaborativ mit Menschen arbeitenden Robotern, bis 2030 auf 7,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr anwächst. Laut einer letzten Erhebung aus dem Jahr 2023 betrug damals der Umsatz lediglich 970 Millionen Dollar. Die Wachstumsrate werde daher durchschnittlich 28 Prozent jährlich betragen.

Die Analysten von ABI Research gehen davon aus, dass die zunehmenden Sicherheitsanforderungen an Cobots, niedrigere durchschnittliche Verkaufspreise sowie die bessere Zugänglichkeit zu Robotern den Absatz weiter nach vorn bringen werden.

Das Analyseunternehmen sieht einen hohen Bedarf in der Industrie, dass Roboter Seite an Seite mit Menschen arbeiten, um wirtschaftliches Wachstum zu erzeugen. Robotik und Künstliche Intelligenz (KI) werden zunehmend miteinander kombiniert, um Aufgaben besser automatisieren zu können, die bisher von Menschen geleistet wurden. Die zudem sinkenden Preise für Cobots würden es auch kleineren und mittleren Betrieben erlauben, ihre Prozesse zu automatisieren und sich dadurch selbst größere Produktivitätsvorteile zu verschaffen.

Klassische Industriefertigungen, wie etwa die der Automobilindustrie, werden die Verbreitung von Cobots antreiben, so die Prognose. Die Anzahl der Auslieferungen allein im produzierenden Automobilgewerbe soll bis 2030 auf 115.000 Einheiten pro Jahr ansteigen. Zum Vergleich: 2023 waren es lediglich 13.000 Roboter.

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Der zunehmende Absatz von Cobots für verschiedene Anwendungsfälle werde auch andere Märkte, wie den Markt der Robotikzulieferer, antreiben. Insbesondere gelte dies für Hersteller von 3D- und Stereokameras, die etwa zur Feststellung der Objekttiefe verwendet werden. 59 Prozent der Cobots sollen bis 2023 mit solchen Kameras ausgerüstet sein, heißt es von den Analysten.

Nvidia käme eine besondere Rolle bei der zunehmenden Verbreitung von Cobots zu. Das Unternehmen produziere leistungsfähige KI-Chips für Roboter sowie die passenden KI-Softwaresysteme für die Robotik wie etwa Isaac Manipulator. Beides würde dazu beitragen, dass mehr Anwendungsfälle für Cobots geschaffen werden können.

Die Ergebnisse der Analyse wurden im Rahmen des Marktdatenberichts zu kollaborativen Robotern gewonnen. Der Forschungsdienst von ABI Research kombiniert dazu Forschungsinformationen und gesammelte Daten miteinander.

(olb)