Wärmeeffizienz: Drohnen mit Wärmebildkameras suchen Wärmeverluste von Häusern

In einem Pilotprojekt mit Wärmebild-Drohnen soll die Energieeffizienz von Häusern ermittelt werden. Eine KI schlägt dann geeignete energetische Maßnahmen vor.

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Wärmebildaufnahme eines Hauses aus der Luft

Luftaufnahmen von Häusern mit einer Wärmebildkamera in einer Drohne bilden die Grundlage, damit eine KI energetische Baumaßnahmen vorschlagen kann.

(Bild: E.on (Screenshot))

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das Energieunternehmen E.on, die britische Stadt Coventry sowie das Start-up Kestrix haben gemeinsam ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, um mit Drohnen und Wärmebildkameras Wärmeverluste von Häusern zu kartografieren und Gegenmaßnahmen zu ermitteln. Das gab E.on am Mittwoch bekannt. Die aus den Wärmebildern erwachsenen 3D-Wärmeverlustmodelle sollen dabei helfen, Energieineffizienzen zu erkennen und individuelle Verbesserungen vorzunehmen.

Die ersten Flüge von Drohnen mit Wärmebildkameras sollen bereits in den nächsten Wochen beginnen, heißt es von E.on. Die Drohnen werden über der Stadt Coventry kreisen und im Abstand von 50 m zu den Häusern Wärmebildaufnahmen aus der Luft erstellen. Nach Angaben von E.on werden dazu nur wenige Minuten pro Haus gebraucht. Anhand der Bilder lassen sich 3D-Wärmeverlustmodelle erstellen, die genauen Aufschluss darüber geben, wo und wie Wärme aus den einzelnen Häusern entweicht.

Bisher war es sehr aufwendig, solche Analysen vorzunehmen. Denn die Wärmeeffizienzuntersuchungen erfolgten bei Hausbesuchen und konnten jeweils mehrere Stunden pro Einheit in Anspruch nehmen – mit entsprechend hohen Kosten. Durch den Einsatz der Drohnen kann nun viel Geld gespart werden, heißt es.

Dazu gehört auch, dass eine genaue Analyse sowie etwaige Maßnahmen zur Verbesserung der Wärmeeffizienz von einer Künstlichen Intelligenz (KI) vorgeschlagen werden. Die KI soll dazu solche Verbesserungen vorschlagen können, die am besten und kostengünstigsten für den Hausbesitzer sind. So können CO₂-Emissionen zu geringen Kosten reduziert werden, so der Plan der Projektgemeinschaft. Unklar ist jedoch, inwieweit die Hausbesitzer bereit sind, in Wärmedämmmaßnahmen zu investieren.

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Nach Angaben der beteiligten Unternehmen wolle man mit den ermittelten Daten und Ergebnissen auf die Hausbesitzer zugehen und ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie ihre Häuser energieeffizienter ausbauen können. Teil der Beratung soll dann auch sein, etwaige Finanzierungsmöglichkeiten für energetische Umbaumaßnahmen zu erörtern.

(olb)