Intel stellt 51 neue Prozessoren für Server und Workstations vor

Intel schiebt eine ganze Riege neuer Serverprozessoren nach. Auf Wunsch gibt es diese auch mit dicker Ethernet-Anbindung direkt an Bord.

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Renderbild von Intels verschieden großen Xeon 6

(Bild: Intel)

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Insgesamt 51 Prozessoren kündigt Intel für Server und Workstations an. Neu davon sind 42 Xeon 6700P und 6500P (Codename Granite Rapids). Obendrein erweitert Intel seine bestehende 6900P-Serie um ein weiteres Modell. Die acht Xeon 6300P suggerieren mit ihrem neuen Namen neue Technik, sind aber nur ein weiterer Raptor-Lake-Refresh für die alte LGA1700-Plattform. Sie takten etwas höher als die bisherigen Xeon E-2400.

Die bisherigen Xeon 6900P verwenden Intels größte CPU-Fassung LGA7529. Sie ist notwendig, weil der Hersteller drei CPU- mit zwei I/O-Chiplets für bis zu 128 Performance-Kerne kombiniert. Jetzt folgen die Typen für die "normalere" LGA4710-Plattform mit drei unterschiedlichen Kernkonfigurationen: XCC (Extreme Core Count) nutzt zwei CPU-Chiplets für bis zu 86 Kerne, HCC (High Core Count) ein CPU-Chiplet für 48 Kerne und LCC (Low Core Count) bekommt ein gesondertes Die mit 16 Kernen.

Alle Varianten teilen sich die gleichen zwei I/O-Chiplets. Die LGA4710-Plattform begnügt sich mit acht statt zwölf DDR5-6400-Speicherkanälen. Alternativ laufen auf LGA4710-Mainboards die bereits vorgestellten Xeon 6700E mit bis zu 144 Effizienzkernen. Für Erweiterungskarten und Zusatzchips stehen 88 PCI-Express-5.0-Lanes bereit.

Für den LGA4710 kommen drei Chipkonfigurationen mit unterschiedlich vielen CPU-Kernen.

(Bild: Intel)

Die Xeon 6700P und 6500P teilt Intel in die drei Serien Performance, Mainline und Scalable auf, vom Xeon 6505P bis zum 6788P. "Performance" steht nicht direkt für eine hohe Leistung – die Reihe skaliert von acht bis 86 CPU-Kerne. Bei ihnen sind jedoch alle integrierten Beschleuniger aktiv, also jeweils vier Data Streaming Accelerators (DSA), In-Memory Analytics Accelerators (IAA), Quick-Assist-Technology-Einheiten (QAT) und Dynamic Load Balancers (DLB).

Außerdem können sie in ihrer abgeschotteten Sicherheitsenklave (TDX, früher SGX genannt) 2048 kryptografische Schlüssel speichern. Fünf Modelle unterstützen Multiplexed-Rank DIMMs (MRDIMMs beziehungsweise MCR-DIMMs) mit DDR5-8000-Geschwindigkeit. Solche Riegel verwenden Pufferchips. Alle Performance-Varianten passen in Ein- und Zwei-Sockel-Mainboards.

Die Mainline- und Scalable-Typen können nicht mit MRDIMMs umgehen, maximal 1024 TDX-Schlüssel speichern und haben teilweise nur halb so viele der oben genannten Beschleuniger. Sieben der Prozessoren lassen sich in 8-Sockel-Mainboards stark hochskalieren.

Sechs weitere Modelle, die mit der Ziffer 1 enden, sind für günstigere Ein-Sockel-Mainboards gedacht. Die 80- und 64-Kerner 6781P und 6751P unterstützen MRDIMMs. Im Falle der Xeon 6900P schiebt Intel den 6944P mit 72 Kernen nach. Ihm fehlen die integrierten Beschleuniger und der MRDIMM-Support.

Modellübersicht Xeon 6 und Ethernet-Controller (7 Bilder)

(Bild:

Intel

)

13 weitere Prozessoren verwenden ein gesondertes I/O-Die für Edge-Server. Darin integriert Intel die Logik für Ethernet mit Geschwindigkeiten von 100 und 200 Gbit/s. Sie verwenden 12 bis 42 CPU-Kernen – noch schnellere Varianten sollen bis zum Jahresende folgen.

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Aus der Netzwerksparte stammen zudem zwei neue Ethernet-Controller: Der E830 für zweimal 25 Gbit/s an 16 PCIe-4.0-Lanes primär für Server und der E610 für bis zu zweimal 10 Gbit/s an vier PCIe-4.0-Lanes. Letzterer wäre auch was für Workstations oder als Alternative zu Realtek- und Marvell/Aquantia-Controllern auf teureren Desktop-Mainboards.

Neuigkeiten gibt es zu guter Letzt bei den Xeon 6900E alias Sierra Forest-AP mit bis zu 288 Effizienzkernen. Diese Prozessoren will Intel nicht regulär in den Handel bringen, sondern zeitnah direkt an Hyperscale-Partner verkaufen.

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