Bundeswettbewerb KI 2025 gestartet, Anmeldung noch bis 1. Juni

Mit KI Gutes tun und Preise gewinnen: Ab sofort können sich Schülerinnen und Schüler mit ihren Machine-Learning-Projekten beim Bundeswettbewerb KI anmelden.

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Es geht Schlag auf Schlag: Kaum sind die Sieger des Bundeswettbewerbs KI (BWKI) gekürt, schon ruft das Tübingen AI Center die nächste Runde aus: Ab sofort können sich Schülerinnen und Schüler wieder mit ihren Projektideen anmelden. Die Anmeldefrist endet am 1. Juni 2025, bis zum 21. September 2025 müssen die fertigen Projekte eingereicht werden. Anschließend beurteilen Experten des Tübingen AI Center, wie gut die Ideen umgesetzt wurden, und wählen die 10 Finalisten aus. Teilnehmen dürfen alle, die eine weiterführende Schule besuchen oder im vergangenen Jahr abgeschlossen haben, und zwar allein oder im Team mit bis zu vier Personen. Über eventuell noch vorhandene Einstiegshürden hilft der vom BWKI entwickelte KI-Kurs hinweg.

Bundeswettbewerb KI (BWKI)
Bundeswettbewerb KI (BWKI)

Seit dem Jahr 2019 gibt es den Bundeswettbewerb KI (BWKI). Die Initiatoren sind Forschende des Tübingen AI Centers. Das Tübingen AI Center ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Kompetenzzentrum der Universität Tübingen und des Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Der Hauptförderer der Initiative ist die Carl-Zeiss-Stiftung. Der BWKI bietet neben seinem Wettbewerb auch einen kostenlosen KI-Kurs für alle Interessierten an. Schulen, die diesen Kurs besonders viel nutzen, habe die Chance "KI-Schule des Jahres" zu werden.

Thematisch ist erlaubt, was nützt und gefällt. Wer sich inspirieren lassen möchte, kann auf der Seite des BWKI die Siegerprojekte der vergangenen Jahre durchstöbern. Zu jedem gibt es ein kleines Video, das die Idee vorstellt. Außer dem Hauptpreis werden auch Sonderpreise vergeben, etwa für die gelungenste Kombination aus Machine Learning und selbst konstruierter Hardware. Den Hauptpreis gewann im vergangenen Jahr Sebastian Steppuhn mit seiner schlauen Schleuse für Bienenstöcke, die Varroamilben-befallene Bienen erkennt und mithilfe eines selbst ausgetüftelten Mechanismus in eine Behandlungsbox bugsiert. Weitere Preisträgerinnen und Preisträger analysierten mikroskopische Aufnahmen, entwickelten eine intelligente Ampelschaltung oder bauten eine aufwendige Apparatur für ein ungelöstes wissenschaftliches Rätsel.

(Bild: BWKI)

Das ein oder andere Projekt wächst und gedeiht noch immer. Die Preisträger des BWKI 2019 Theo Döllmann und Marius De Kuthy Meurers optimieren ihre Methode, mit der sie die Zuverlässigkeit von Zugverbindungen prognostizieren, stetig weiter: Wie gut sie funktioniert, können Reisende unter bahnvorhersage.de selbst ausprobieren. Aus dem 2023 gekürten Kenergy-Projekt von Jacob Bürkle, Max Schmidt und Marcel Decker, das Dachflächen hinsichtlich ihres Photovoltaik-Potenzials analysiert, ist ein kleines Unternehmen entstanden: Die Gründer konnten die Stadtwerke Dreieich als Pilotkunden gewinnen und entwickeln auf Basis ihres Algorithmus einen Dienst, der für ganze Wohngebiete automatisch PV-Analysen und -Angebote erstellt.

(atr)