YouTube ändert seine Werbeunterbrechungen

Die Videoplattform YouTube ändert ihre Werbeunterbrechungen während der Wiedergabe. Creator erhalten zudem ein neues Feedback-Tool.

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Handy, auf dem Youtube-Logo und -Schriftzug zu sehen sind; links und rechts davon liegt jeweils ein schwarzer, kabelloser In-Ohr-Kopfhörer

(Bild: Chubo - my masterpiece / Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

YouTube hat Verbesserungen bei den Werbeunterbrechungen inmitten von Videos angekündigt. Ab Mitte Mai sollen die Werbespots nicht den Sprechern mitten ins Wort fallen, sondern an “natürlichen Unterbrechungspunkten” wie Pausen und Übergängen einsetzen, kündigte die Videoplattform auf einer Supportseite an.

Mit den Änderungen will YouTube offenbar die Zahl derer reduzieren, die während des Abspielens eines Videos infolge der Werbung die Wiedergabe abbrechen. Dies ist aus Sicht der Videoplattform auch für die Werbekunden ein Ärgernis. Versuche im Juli 2024 hätten gezeigt, dass das neue System im Schnitt zu fünf Prozent mehr Werbeeinnahmen geführt habe – folglich schauten also einige Zuschauer die Videos länger an.

Mit einem neuen Feedback-Tool, das bereits ab dieser Woche ausgerollt wird, will die Plattform zusätzlich jene unterstützen, die sich weiterhin für manuell gesetzte Unterbrechungen entscheiden. Wird festgestellt, dass an einer selbst gesetzten Stelle viele Zuschauer abbrechen, bekommen Creator künftig im YouTube Studio einen Hinweis darauf und können die Werbepause an eine andere Stelle verlegen.

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Bei älteren Videos mit manuellen Unterbrechungspunkten will YouTube weitere, automatisch gesetzte Werbepausen einfügen. Wer dies nicht möchte, kann dies in YouTube Studio unterbinden. Für alle, die bislang nur automatische Unterbrechungen nutzen, ändert sich nichts.

YouTube betont, dass es weiterhin die freie Entscheidung der Creator bleibt, ob sie die Unterbrechungen während der Wiedergabe ihrer Videos zulassen. Diese Option besteht ohnehin nur bei Videos, die länger als acht Minuten dauern.

(mki)