Zwischenhoch schon vorbei: Bitcoin & Co. haben Gewinne bereits wieder verloren

Der starke Anstieg beim Preis für mehrere Kryptowährungen war wohl nur ein Strohfeuer, die Gewinne sind am Montag fast komplett wieder verloren gegangen.

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(Bild: Skorzewiak/Shutterstock.com)

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Nachdem neue Details zur geplanten nationalen US-Reserve aus Kryptogeld dem Bitcoin und einigen Alternativen deutliche Kursgewinne beschert haben, sind die im Verlauf des Montags fast komplett wieder verpufft. Der Bitcoin hat die Marke von 90.000 US-Dollar direkt wieder unterschritten und kostet noch einmal weniger als am Sonntag, vor dem zwischenzeitlichen Höhenflug. Ähnlich sieht es für Ethereum, XRP und Solana aus. Nur Cardano liegt gegenüber der Vorwoche noch deutlich im Plus. Sie alle hatten von der Ankündigung Trumps profitiert, dass sie in die US-Reserve aufgenommen werden sollen. Verantwortlich sind offenbar die negativen Reaktionen der Finanzmärkte auf den eskalierenden Handelskonflikt in Nordamerika.

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Das kurze Zwischenhoch in einem Markt, der seit Tagen nur Verluste gesehen hat, war von Trumps Bekanntmachung ausgelöst worden, welche Kryptowährungen neben dem Bitcoin in eine zu schaffende Krypto-Reserve aufgenommen werden sollen. Vor allem die unbekannteren Digitalwährungen XRP, Solana und Cardano hatten davon profitiert, mit Kurssprüngen um teils mehr als 40 Prozent. Am Montag hat sich dann aber die Überzeugung verbreitet, dass Trump lediglich einen politischen Sieg einfahren wollte, bevor die Zölle auf Waren aus Kanada und Mexiko sowie schlechte Wirtschaftszahlen für Unzufriedenheit nicht nur an den Finanzmärkten sorgen könnten, schreibt Bloomberg. In der Folge ging es mit den Kursen wieder nach unten.

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"Der jüngste Kursaufstieg des Bitcoins hat sich offensichtlich als ein Strohfeuer entpuppt", zitiert die dpa den Marktanalysten Timo Emden von Emden Research laut. Die kurze Euphorie über die Äußerungen von Trump sei damit schnell wieder einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen. Anlegern sei letztlich wohl doch klar geworden, dass sie sich von den Worten nichts kaufen können. Als am Montag klar wurde, dass hohe US-Zölle auf alle Waren aus Kanada und Mexiko am heutigen Dienstag tatsächlich in Kraft treten und US-Zölle auf chinesische Waren verdoppelt werden würden, waren die Aktienmärkte stark unter Druck geraten. Befürchtet wird ein Handelskonflikt mit Folgen für die Weltwirtschaft.

(mho)