Gemma 3: Google bringt neues freies KI-Modell heraus

Gemma 3 kommt in vier Größen und läuft lokal auf mobilen Geräten. Außerdem gibt Google das freie Modell ShieldGemma 2 frei.

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Gemma 3 Schriftzug

(Bild: Google)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Google macht eine neue Version seiner offenen Modell-Reihe Gemma verfügbar. Gemma 3 ist optimiert, um etwa lokal auf mobilen Geräten zu laufen. Es gibt vier Größen – 1B, 4B, 12B und 27B – das sind jeweils die Milliarden Parameter. Außerdem veröffentlicht Google ShieldGemma 2, ein Modell, das der Sicherheit dient und in Anwendungen integriert werden kann.

Laut Google schlägt Gemma 3 in manchen Benchmarks sogar größere Modelle wie etwa Metas Llama 405B und Deepseeks V3. Wie immer sind solche Ergebnisse nicht unbedingt aussagekräftig und bedeuten wenig für den tatsächlichen Nutzen. Gemma 3 ist auf 140 verschiedene Sprachen vortrainiert und kann zudem 35 weitere Sprachen ohne dieses Training nutzen.

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Die Fähigkeiten, Bilder, Texte und kurze Videos zu verarbeiten, sollen im Vergleich zum Vorgänger verbessert worden sein. Das Kontextfenster für diese Inputs ist zudem auf 128.000 Token erhöht worden. Gemma 3 erlaubt sogenanntes Function Calling, gemeint ist, dass das Modell andere Tools nutzen kann. Dadurch lassen sich agentische Aufgaben erstellen, also solche, bei denen das Modell automatisiert Aufgaben übernimmt.

Gemma 3 bringt außerdem quantisierte Versionen mit, die die Modellgröße und Rechenanforderung reduzieren und trotzdem eine hohe Genauigkeit gewährleisten.

Google hat ebenfalls eine neue Version von ShieldGemma herausgebracht. ShieldGemma 2 ist ein Modell mit vier Milliarden Parametern, das Bilder bei Sicherheitsbedenken kennzeichnet. Die Gewichte sind bei diesem Modell auch offen, damit Nutzer es an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen können. Sprich, ShieldGemma wird in eine Anwendung eingebaut, warnt dann, sobald etwa Bilder generiert werden, die beispielsweise sexualisierte Inhalte oder Gewalt zeigen.

Beide Modelle sind über die gängigen Plattformen verfügbar, etwa HuggingFace, Google AI Studio und Kaggle. Für Akademiker gibt es ein separates Programm, für das man sich bewerben kann. Wer aufgenommen wird, bekommt Zugang zu Google Cloud Credits.

Im Gemmaverse, wie Google es nennt, können sich Menschen über ihre Modelle und Erfahrungen austauschen.

(emw)