Handy mit Dreh-Tastatur
Siemens hat das Business-Handy SK65 vorgestellt, das mit einer Qwertz-Tastatur und dem Blackberry-Pushdienst fĂĽr E-Mails aufwarten kann.
In der Londoner Wertpapierbörse hat Siemens am heutigen Montag ein auf Geschäftskunden zugeschnittenes Handy vorgestellt, das mit einer Qwertz-Tastatur und dem E-Mail-Pushdienst von RIM Blackberry aufwarten kann. Die Rückseite des SK65 getauften Triband-Mobiltelefons besteht aus einer Schreibtastatur mit 37 Tasten, die sich durch Drehen um 90 Grad herausklappen lässt. So kann man schnell E-Mails und Kurznachrichten schreiben, ohne die Buchstaben umständlich über die Wähltastatur eingeben zu müssen.
Siemens will das SK65 in drei E-Mail-Varianten herausbringen. Die Standard-Version enthält einen üblichen E-Mail-Client, der POP3- oder IMAP4-Server nach neuen Mails abfragen kann und die Antworten über einen SMTP-Server versendet. Zusätzlich bietet die Standard-Variante den Walkie-Talkie-Dienst PoC (Push-to-Talk over Cellular). Die so genannte "Prosumer"-Version besitzt einen Blackberry-Web-Client für den Java-Interpreter (MIDP 2.0) des Handys. Der Webservice soll sich um den automatischen Transport von E-Mails von POP3- oder IMAP4-Konten auf das Handy kümmern und sich besonders für kleine und mittlere Unternehmen eignen. In der dritten Variante ist das SK65 mit einem ebenfalls Java-basierten Client für den Blackberry Enterprise Service ausgestattet. Diese Version erhält E-Mails über die Blackberry-Server-Software direkt von firmeneigenen Exchange- oder Domino-Systemen.
Die sonstige Ausstattung des SK65 entspricht mit großem Farbdisplay (132 × 176, 16 Bit Farbtiefe), MMS-Nachrichtenversand und Betrachter für JPEG-Bilder und MPEG4-Videoclips dem eines aktuellen Multimedia-Handys -- mit einer Ausnahme: Die eingebaute Kamera fehlt. Viele Geschäftsleute dürften darüber froh sein, da immer mehr Firmen Fotohandys von ihren Werksgeländen verbannt haben.
Mit 64 MByte Speicher, wovon 30 MByte für E-Mails und PIM-Daten zur Verfügung stehen, ist das Business-Telefon gut bestückt. Das Adressbuch bietet Platz für bis zu 2000 Einträge. Virtuelle Visitenkarten, aber auch beliebige andere Dateien lassen sich via IrDA-Schnittstelle oder Bluetooth-Funk an andere Handys, PDAs oder PCs beamen. Für den Abgleich der Organizerdaten über das Funknetz gibt es SyncML; die Enterprise-Version des SK65 ist zusätzlich mit dem Blackberry-Kalender ausgestattet, der Termine over the Air mit dem Firmensystem synchronisiert. Mit einer Akkuladung soll das Handy bis zu 250 Stunden in Bereitschaft bleiben. Die Sprechzeit beträgt laut Datenblatt maximal 5 Stunden. Im November will Siemens alle drei Versionen des SK65 auf den Markt bringen, Preise nannte der Hersteller jedoch noch nicht. (rop)