US-Gericht erlaubt Aktionärsklage gegen Oracle

Durch eine Sammelklage wollen Oracle-Aktionäre ihren Verdacht auf Insiderhandel klären lassen.

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Von
  • Torge Löding

Nicht nur in Sachen Übernahmeschlacht um Peoplesoft muss sich Datenbankenspezialist Oracle vor Gericht behaupten. Ein Berufungsgericht in San Francisco hat einer Aktionärssammelklage wegen des Verdachtes auf Insidergeschäfte gegen den Konzern und insbesondere CEO Larry Ellison und Chairman Jeff Henley stattgegeben. Das berichten US-Medien. Damit hat das Gericht die Entscheidung einer niedrigeren Instanz außer Kraft gesetzt; im März hatte ein Bezirksgericht die Klage abgewiesen, weil es in der Sache keine Beweise vorliegen sah.

Den Berichten zufolge argumentierte der Richter nun, dass Ellisons Verkauf von Oracle-Aktien im Wert von 900 Millionen US-Dollar Anfang 2001 verdächtig sei und eine genauere Überprüfung der Vorgänge rechtfertige. Gleiches gelte für das Abstoßen von einer Million Aktien durch Jeff Henley zur gleichen Zeit. Zudem seien Umsatzprognosen zu Beginn der New-Economy-Krise im Jahr 2000 übertrieben positiv ausgefallen, sagte er weiter. Ein Oracle-Sprecher wies diese Darstellung zurück. (tol)