Microsoft will Forscher beflĂĽgeln

Auf dem "Microsoft Research Faculty Summit" appellierte Microsoft-GrĂĽnder Bill Gates an die versammelten Forscher, mehr Mut und Fantasie zu wagen.

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Von
  • Detlef Borchers

Auf dem "Microsoft Research Faculty Summit" appellierte Microsoft-Gründer Bill Gates an die versammelten 400 Forscher von 135 Fakultäten aus 20 Ländern, mehr Mut und Fantasie zu wagen. Die Forschung müsse eingetretene Wege verlassen und sich mit gänzlich neuen Paradigmen beschäftigen, erklärte Gates den Wissenschaftlern. Um den Forschermut anzuheizen, verkündete Gates den Start eines mit einer Million Dollar dotierten New Faculty Fellowship Program, gedacht für Forscher, die "out-of-the- box" denken können.

Gates betonte in seiner Rede, dass Microsoft und die weltweite Computerforschung an denselben Themen arbeiten und sich damit beschäftigen, wie der Computer sicherer, seine Bedienung einfacher gemacht werden könnte. Für die Zukunft der Programmierung sicherer Software stellte Gates das Phönix-Programm vor. Hinter Phönix verbirgt sich die nächste Generation der Compiler-Technik, die in den Labors von Microsoft Research entwickelt wurde und langsam einsatzbereit wird. Alle künftigen Software-Projekte sollen bei Microsoft in Zukunft auf Phönix fußen. Universitäten, die sich bei der MS-Research-Abteilung University Relations um Aufnahme in das Programm bewerben, bekommen eine Lizenz, das Phönix-Entwicklerkit in ihren Fakultäten kostenlos zu Forschungszwecken einsetzen zu können.

Als Demonstration der Verbundenheit mit der Forschung gab Microsoft ferner bekannt, dass 70 Forscher von Microsoft Research unter Führung von Amitabh Srivastava, bisher Leiter des Programmer Productivity Research Center, ab sofort in der aktuellen Produktion eingesetzt werden und am Longhorn-Code mitarbeiten. Die Forscher werden an das neu gegründete Center for Software Excellence versetzt, das sich vor allem der Entwicklung des Longhorn-Toolkits für Visual Studio widmen soll. Die Forscher kommen dabei aus den Research Centern, die Microsoft in Redmond und Peking, im englischen Cambridge und in Aachen unterhält. Sie sollen allesamt Experten in den Gebieten Computersicherheit und sicheres Programmieren sein. Weltweit sind mehr als 700 Wissenschaftler bei Microsoft beschäftigt. (Detlef Borchers) / (jk)