Neue Geheimdienst-Zentrale in den USA geplant
Mit der Einführung eines nationalen Geheimdienstchefs sollen auch die verschiedenen Informationssysteme und Computernetzwerke der einzelnen Dienste stärker vernetzt werden.
Auch wenn die angehobene Terror-Warnstufe in den USA auf Drohungen beruhen mag, die so neu nicht sind, so zeitigen die Warnungen dennoch Wirkungen. Nach einem Bericht des Guardian denkt US-Präsident Bush daran, den Geheimdienst und ein neu einzurichtendes Zentrum für die Terrorabwehr stärker als ursprünglich geplant zu verzahnen.
Damit entspricht Bush den Vorschlägen, die das "National Committee on Terrorist Attacks Upon the United States" in seinem Untersuchungsbericht zum 11. September 2001 gemacht hatte. Kernstück der Überlegungen ist die Schaffung eines Postens "Leiter aller Geheimdienste" mit weit reichenden, auch operationalen und finanziellen Befugnissen. Bisher liegt die Aufsicht über die 16 amerikanischen Geheimdienste beim CIA-Direktor, der jedoch über keine weit reichenden Befugnisse verfügt. So liegt die Budget- und Zielplanung für die Auslandsgeheimdienste beim Verteidigungsministerium. Das soll sich mit dem neuen Leitungsposten ändern, dem auch das unmittelbar nach dem 11. September gegründete Department of Homeland Security unterstellt wird. Mit der Einführung eines nationalen Geheimdienstchefs sollen außerdem die verschiedenen Informationssysteme und Computernetzwerke der einzelnen Dienste stärker vernetzt werden.
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(Detlef Borchers) / (jk)