Börse geschockt nach Intels Umsatzwarnung
Intels gestrige Umsatzwarnung sorgte bei einer Reihe von IT-Firmen für kräftige Kurseinbrüche.
Nach Intels überraschender Umsatzwarnung brachen am gestrigen Freitag an der New Yorker Börse die Aktienkurse diversere IT-Firmen kräftig ein. Während die Intel-Aktien 7,3 Prozent ihres Wertes verloren und bei 20,05 US-Dollar notierten, zog die Warnung auch die Aktie des ärgsten Konkurrenten AMD um 6,5 Prozent auf 10,91 US-Dollar in den Keller. Nicht viel besser erging es den Halbleiter-Herstellern Altera (Minus 6,6 Prozent), Xilinx (Minus 6,1 Prozent) und Integrated Device Technology (Minus 5,6 Prozent).
Die deutsche Infineon blieb ebenfalls nicht verschont und sackte um vier Prozent ein. STMicroelectronics gab nur leicht um 2,3 Prozent und der holländische Chipzulieferer ASML um 3,1 Prozent nach.
Im Schatten von Intel mussten auch andere IT-Firmen wie Cypress Semiconductor und 3COM ihre Umsatzerwartungen fĂĽr das kommende Quartal senken, woraufhin ihre Kurse um 8,9 Prozent, beziehungsweise 10 Prozent einbrachen. Verlierer des Tages war aber der Hersteller von Drucker-Controllern Electronics for Imaging, deren Aktie aufgrund einer Umsatzwarnung um 22 Prozent abrutschte.
Derweil kam der Softwareriese Microsoft mit einem nur leichten Kursverlust von 1,9 Prozent noch recht glimpflich davon. Die Gewinnwarnungen kamen für die Börsianer umso überraschender, weil sie die allgemeine Konjunktur als günstig eingeschätzt hatten, zumal die US-Arbeitslosenzahlen niedriger als erwartet ausgefallen waren. Insgesamt verlor der Nasdaq Composite Index 1,6 Prozentpunkte und stand bei Börsenschluss bei 1844,48. (hag) (hag)