Novell setzt auf JBoss und zertifiziert Linux

Neben dem Suse Linux Enterprise Server gabs von Novell neue Webservices-Werkzeuge und ein Zertifizierungsprogramm, aber keinen Kommentar zu den Übernahmeüberlegungen von Sun.

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Von
  • Detlef Borchers

Neben dem neuen Enterprise Server hat Novell auf der LinuxWorld Conference & Expo in San Francisco eine Reihe von Produkten und Initiativen vorgestellt, die das Engagement der Firma in Sachen Linux bekräftigen sollen. Keinen Kommentar gab es hingegen zu den Überlegungen von Sun Microsystems, Novell aufzukaufen.

Zu den Produktankündigungen der LinuxWorld gehörte exteND 5.2 für die Entwicklung und den Einsatz von Webservices. exteND wird ab sofort zusammen mit dem aus der Open Source stammenden JBoss Application Server ausgeliefert. Zusammen mit JBoss stellte Novell eine neue Support- und Lizenzvereinbarung vor, die Server von JBoss zur zentralen Plattform für Webservices macht. Die Firma kündigte an, mit der nächsten Version von exteND auf den hauseigenen exteND Server zu verzichten und ganz auf den Applikationsserver von JBoss umzustellen. Diese Version soll Ende 2005 erscheinen.

Unter Marketingbemühungen zu verbuchen dürfte das von Novell vorgestellte Programm Yes Certified sein. Es ersetzt das noch für Novell Netware konzipierte "Yes, Tested and Approved" sowie das "Suse Linux Certified". Die Auszeichnung "Yes Certified" soll nur an Anwendungen und Hardware-Lösungen vergeben werden, die ausführlich von Novell getestet wurden. Sollte ein Kompatibilitätsproblem bei einem solchermaßen zertifizierten Produkt auftauchen, verpflichtet sich Novell zusammen mit dem Lieferanten, das Problem so schnell wie möglich zu beseitigen. Als weniger aufwendiges Programm wurde Novell Ready ins Leben gerufen. Es ist für kleinere Linux-Firmen gedacht, die nicht die kostspieligen Novell-Tests bezahlen wollen. (Detlef Borchers) / (jk)