Software schaltet Pipelines von Geforce-Grafikkarten frei
Eine am Montag erscheinende Version des Rivatuners soll deaktivierte Pixel-Pipelines der Geforce-6800er-Grafikkarten freischalten und deren Leistung deutlich erhöhen.
Am kommenden Montag soll die Version RC15.1 des Rivatuners erscheinen, mit der sich unter anderem weitere Pixel-Pipelines von Grafikkarten mit dem NV40-Chip von Nvidia aktivieren lassen. Laut eines Forumsbeitrags des Entwicklers Alexey Nicolaychuk hat Nvidia vier der insgesamt 16Â Pixel-Pipelines auf seinen Geforce-6800er Modellen deaktiviert, bei der nur fĂĽr den OEM-Markt vorgesehenen Geforce-6800Â LE seien gar acht Pixel-Pipelines abgeschaltet. AuĂźerdem wĂĽrden die 6800- und 6800-LE-Modelle nur fĂĽnf beziehungsweise vier der sechs Vertex-Prozessoren verwenden. Nur bei den wesentlich teureren GT- und Ultra-Modellen sind alle 16Â Pixel-Pipelines und sechs Vertex-Prozessoren aktiv.
Falls die Pipelines und Prozessoren nur per Software, jedoch nicht hardwareseitig deaktiviert wurden, sei es mit dem Rivatuner möglich, diese zu reaktivieren. Dies würde die Grafikleistung der Karten deutlich näher an die der teureren GT- und Ultra-Modelle heranbringen. Diese hätten dann lediglich den Vorteil des größeren GDDR3-Speichers und der schnelleren GPU- und Speichertaktung. Allerdings dürfte der Trick nicht mit allen Karten funktionieren, da die deaktivierten Einheiten defekt sein könnten. Dies hätte dann deutliche Grafikfehler zur Folge.
Der neue Rivatuner soll auch Beta-Versionen des Nvidia-Forceware-Treibers bis Version 66.00 unterstützen, die zum Teil deutlich bessere Benchmarkergebnisse in Spielen wie Doom 3 oder Far Cry erzielen als die derzeit offizielle Forceware-Version 61.77. (hag)