Star38 gibt Angebot nach Drohungen auf
Das US-Unternehmen Star38 gibt einen geplanten Dienst auf, der eine frei wählbare Rufnummernanzeige bei Anrufen erlaubt. Der Inhaber will das Unternehmen verkaufen, nachdem er nach eigenen Angaben massiv bedroht wurde.
Das US-Unternehmen Star38 war erst vor einigen Tagen mit einer neuen Geschäftsidee gestartet: Inkassounternehmen und Privatdetektive sollten die Möglichkeit erhalten, die Rufnummernanzeige beim Angerufenen zu manipulieren. "Mit Star38 werden Ihre Anrufe häufiger beantwortet", wirbt die Firma auf ihrer Webseite.
Verbraucherschützer kritisierten dieses System heftig. Aber der Firmengründer Jason Jepson hatte nach der Veröffentlichung seines Angebotes nach eigenen Angaben nicht nur mit Kritik zu kämpfen, sondern auch mit Anfragen besorgter Bürger. Daneben wurde er per Telefon und E-Mail belästigt. Das ganze gipfelte in einer Morddrohung, die jüngst an seiner Haustür klebte.
Nun will Jepson sein Projekt aufgrund dieser Vorfälle wieder aufgeben, obwohl sich bei ihm bereits zahlreiche Interessenten gemeldet hätten. Die bislang unbekannten Täter dürften dennoch ihr Ziel nicht erreichen, denn Jepson will sein Geschäftsmodell nun verkaufen -- vermutlich mit einem gutem Gewinn, denn die Entwicklung des Systems hat ihn nach eigenen Angaben nur 3.000 US-Dollar (rund 2.400 Euro) gekostet.
Statt an die Polizei hat sich Jepson an eine Privatdetektei gewandt. Diese soll seine Familie schützen und die Täter dingfest machen. Aufgrund der Art der Nachrichten vermutet Jepson, dass die Drohungen aus der so genannten Phisher-Szene stammen, deren Mitglieder Passwörter und andere vertrauliche Informationen abschöpfen. (uma)