Mit der Leica in der Eiger-Nordwand: Click Boom Flash # 36 "Kletterfotografie"
"Am Berg, in der Wand, wenn die Kamera da aus der Hand fällt, ist sie weg – also kaputt und weg", sagt Kletterer und Fotograf Klaus Fengler.
- Judith Hohmann
Fotos von Kletterern an der Bergwand sind für Menschen mit Höhenangst undenkbar. Atemberaubende Bilder hinab ins Tal erfordern von Fotografen aber mehr als einen stabilen Magen, denn sie klettern selbst vor ihren Modellen oder seilen sich von oben ab.
Nur fĂĽr Spezialisten
Für Klaus Fengler ist deshalb der wichtigste Aspekt für gelungene Kletterfotos, wie generell für alle Sportfotos, „dass man Ahnung von der Sportart hat.“ Insbesondere beim Klettern hat das auch Sicherheitsaspekte, denn wer ungeübt mit seiner Kamera in die Wand steigt, wird schnell zum Sicherheitsrisiko für sich und andere. Daher ist es wichtig, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und die Regeln zu kennen.
(Bild:Â Klaus Fengler)
FĂĽr Einsteiger
Für Einsteiger empfiehlt der Kletterprofi einfachere Routen oder erst einmal Bilder vom Bouldern, das nur in Höhen bis etwa vier Metern stattfindet. Dabei wird ohne Gurte geklettert und mit etwas Glück bieten sich so auch Blickwinkel vom Fels hinab oder am Stein entlang. Die Ästhetik der Kletterer bekommen Fotografen auch auf diese Weise eingefangen. Wer Höhe möchte, muss fit sein.
Warum Kletterbilder für Außenstehende extremer wirken als für die Athleten selbst, welche Unterschiede es bei Klettertouren gibt und welche Herausforderungen die Berge sonst noch bereithalten, erzählt Klaus Fengler in der aktuellen Folge.
Jeden zweiten Sonntag um 9:00 Uhr erscheint eine neue Folge von CLICK BOOM FLASH, dem Podcast des Magazins c't Fotografie. Sie finden ihn in allen großen Podcast-Verzeichnissen. Hören Sie jetzt rein, mit Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music oder als der Podcast-App Ihrer Wahl.
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(hoh)