HP verkauft Centrino-Notebook mit Linux

Hewlett-Packard bietet das Business-Notebook nx5000 in den USA ab sofort wahlweise mit Suse Linux 9.1 oder Windows XP als Betriebssystem an; die Aktion mit diesem Notebook ist in Deutschland nicht geplant.

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Von
  • Oliver Diedrich

Hewlett-Packard bietet das Notebook-Modell nx5000 in den USA ab sofort wahlweise mit Suse Linux 9.1 oder Windows XP als Betriebssystem an. HP ist damit der der erste große Notebook-Anbieter, der offiziell ein aktuelles Gerät mit Linux anbietet. Das nx5000 ist ein Business-Notebook mit Pentium M, 15-Zoll-Display, Centrino-WLAN und -Grafik, das in unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich ist. In den USA wird das Gerät zu Preisen ab 1200 US-Dollar verkauft. Die Unterstützung von Centrino-Notebooks unter Linux stellte sich noch bis vor einiger Zeit wegen Problemen mit der Grafik und schlechter Unterstützung der WLAN-Schnittstelle als problematisch dar. Suse Linux 9.1 enthält jedoch alle nötigen Treiber, um das WLAN-Modul Intel WLAN 2100 (802.11b) und den Grafikchip Intel Extreme Graphics 2 zu verwenden.

Auf Nachfrage erklärte HP, dass es das US-Angebot in Deutschland nicht geben werde. Grund dafür seien die unterschiedlichen Produktzyklen in den USA und in Europa: Das nx5000 werde hier schon im Herbst vom Markt genommen werden, sodass sich eine Linux-Aktion für dieses Modell in Europa nicht mehr lohne. Es sei aber denkbar, dass ein anderes Notebook-Modell mit Linux angeboten werde. Konkrete Pläne bestünden derzeit jedoch nicht. Wer in Deutschland ein Notebook mit vorinstalliertem Linux kaufen möchte, bleibt so weiterhin auf spezielle Anbieter wie Xtops.de angewiesen.

c't bringt in Ausgabe 17/04 (ab kommendem Montag, den 9. August, im Handel) Hilfestellungen und Tipps zum Betrieb von Linux auf Notebooks sowie einen Test von 14 aktuellen Notebooks unterschiedlicher Preis- und Leistungsklassen unter Linux. (odi)