Schweizer Start-up nutzt den Platz zwischen Bahnschienen für Solarmodule
Das Schweizer Start-up Sun-Ways hat eine Solaranlage zwischen den Bahnschienen in Betrieb genommen.
Das Gleisbett bietet Fläche für die Solarmodule.
(Bild: heise online / anw)
Photovoltaikanlagen konkurrieren in vielen Fällen mit anderen Vorhaben um die Fläche. Der Platz zwischen den Bahnschienen bleibt in den meisten Fällen hingegen ungenutzt. Das Schweizer Start-up Sun-Ways hat sich zum Ziel gesetzt, diese Fläche für abnehmbare Solaranlagen zu nutzen. Vor Kurzem nahm es die erste Pilotanlage in Betrieb.
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Die Webseite des Start-ups listet die Eckdaten der in der Nähe der französischen Grenze verlegten Pilotanlage. Sie besteht aus 48 Solarmodulen, hat eine maximale Gesamtleistung von 18 Kilowatt und erstreckt sich über 100 Meter. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Das Unternehmen rechnet jährlich mit 16.000 kWh Ertrag, was in etwa dem Verbrauch von fünf Dreipersonenhaushalten entspricht.
Züge reinigen die Solarmodule
Sun-ways setzt ein spezielles Schienenfahrzeug ein, das laut dem Start-up in einer Stunde bis zu 300 Meter Solarmodule verlegen kann. Das Problem der Modulverschmutzung, die zu einem niedrigeren Energieertrag führt, soll durch eine am Ende der Züge montierte zylindrische Bürste gelöst werden. Die Module können zum Beispiel bei Wartungsarbeiten der Bahnstrecke schnell ab- und wieder montiert werden.
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Im Rahmen des Projekts soll untersucht werden, wie gut sich der Bahnbetrieb und das Solarkraftwerk vertragen. Es sind weitere Pilotanlagen in Frankreich, Spanien, Rumänien, Südkorea und weiteren Ländern geplant.
(geb)