"ePA-Coaches" sollen Senioren bei Nutzung elektronischer Patientenakte helfen

Die elektronische Patientenakte soll älteren Menschen einen besseren Überblick über ihre Diagnosen bieten. Viele benötigen allerdings Hilfe bei der Nutzung.

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Frau verzweifelt am Smartphone

(Bild: fizkes / Shutterstock.com)

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Die elektronische Patientenakte (ePA) soll auch älteren Menschen einen besseren Überblick über ihre Befunde, Diagnosen und verschriebene Medikamente liefern. Wer sehen will, was für Daten in der ePA gespeichert sind, benötigt die App seiner Krankenkasse. Das kann stellenweise jedoch sehr kompliziert sein, oft funktioniert die ePA zudem nicht reibungslos. In Rheinland-Pfalz (RLP) sollen dafür künftig extra ausgebildete "ePA-Coaches" helfen. Das hat sich die dortige Landesmedienanstalt als Ziel gesetzt.

Die ePA-Coaches sollen laut Landesmedienanstalt RLP den Senioren bei der Einrichtung und Nutzung der ePA-App helfen. Zur Seite stehen dabei die Berater der Verbraucherzentralen RLP und ehrenamtliche Digitalbotschafter, die von Experten der BKK Pfalz "auf einen beratungsfähigen grundlegenden und aktuellen Sachstand zur ePA gebracht, um dieses Wissen bereits im ehrenamtlichen Alltag weitergeben zu können", erklärt Rico Maaßberg, Projektleiter der "ePA-Coaches Rheinland-Pfalz".

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Demnach sollen die Angebote nicht nur ĂĽber Vorteile informieren, sondern auch auf HĂĽrden hinweisen. Nach Informationen von dpa haben sich bereits rund 100 Digitalbotschafter fĂĽr die freiwillige Zusatzqualifizierung angemeldet. Langfristig soll nach Angaben der Sozial- und Digitalisierungsministerin ein "multiprofessionelles Beratungsnetzwerk" aufgebaut werden, wie dpa berichtet.

Auch in anderen Bundesländern gibt es Projekte, die älteren Menschen unterstützen sollen – beispielsweise der DigitalPakt Alter. "Rheinland-Pfalz ist allerdings Vorreiter in der Flächendeckung mit über 700 Ehrenamtlichen landesweit", so Maaßberg. Mit den ePA-Coaches vergleichbare Initiativen gibt es ihm zufolge in Deutschland jedoch bisher nicht. Bezogen auf die ePA könnte Rheinland-Pfalz daher Vorreiter werden.

Das Projekt wird mit 250.000 Euro für zwei Jahre durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung RLP und das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP gefördert.

(mack)