All-in-One-Wasserkühlungen: Aseteks allgegenwärtiges Patent läuft aus
Viele Jahre lang verklagte Asetek Hersteller, die Pumpen in ihren CPU-Kühlern integrierten. Jetzt läuft das zugrundeliegende Patent aus.
Viele Hersteller arbeiten bei ihren All-in-One-Wasserkühlungen mit Asetek zusammen, so auch Asus bei der gezeigten ROG Strix LC III 360 ARGB LCD.
(Bild: Asus)
Am 6. Mai 2025 läuft das wohl wichtigste Patent der dänischen Firma Asetek aus: PCT/DK2005/000310 beziehungsweise US8240362. Das Patent beschreibt einen CPU-Kühler mit integrierter Pumpe für All-in-One-Wasserkühlungen. Es ist maßgeblich für die geringe Auswahl an Kühlerdesigns verantwortlich.
Während es unzählige Varianten verschiedener Hersteller gibt, nutzen die meisten zugrundeliegende Designs von Asetek. Einzig die kanadische Firma Coolit bietet Alternativen in größeren Stückzahlen an. Beide Unternehmen einigten sich nach Patentstreitigkeiten außergerichtlich zur Nutzung der Designidee. Andere Hersteller zerrte Asetek konsequent vor Gericht.
Eine Handvoll Hersteller umgeht Aseteks Patent. Dazu reicht es bereits aus, die Wasserpumpe und die Kühlplatte in zwei unterschiedlichen Kammern innerhalb desselben Kühlergehäuses unterzubringen. Darunter fällt etwa EK Water Blocks' EK-AIO (ab 118,99 €). Alphacool setzt bei seinen Eisbaer-Modellen eine Pumpe vom Typ DDC auf den CPU-Kühler. Aqua Computer und auch Alphacool bieten zudem Radiatoren mit angeflanschter Pumpe an (ab 177,07 €).
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20 Jahre Laufzeit vorbei
Asetek-Gründer André Sloth Eriksen reichte das Patent PCT/DK2005/000310 am 6. Mai 2005 ein. Üblicherweise laufen Patente nach 20 Jahren aus. Google hat das Datum entsprechend vermerkt.
Das Patentende erleichtert potenziell Innovationen in der Welt der All-in-One- beziehungsweise Kompaktwasserkühlungen. Hersteller müssen nicht mehr mit Klagen rechnen, wenn sie etwas Eigenes ausprobieren wollen.
Asetek schrieb im letzten Quartalsbericht Ende April, dass eine Firma Interesse an einer Übernahme des Kühlergeschäfts haben soll. Auch sollen verschiedene Firmen wegen einer Partnerschaft bei Kühlsystemen für Rechenzentren angeklopft haben. Fernab von Wasserkühlungen stellt Asetek auch Peripherie für Rennsimulatoren her.
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(mma)