Mit Funkwerk-Aufstieg zwei Ost-Unternehmen im TecDax

Als zweites Unternehmen aus Thüringen steigt der Thüringer Telekommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk in den Börsenindex TecDAX für Technologiefirmen auf.

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  • dpa

Als zweites Unternehmen aus Thüringen steigt der Thüringer Telekommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk in den Börsenindex TecDAX für Technologiefirmen auf. Vorstandschef Hans Grundner wertete die Entscheidung am Montag in Kölleda als Anerkennung für profitables Wachstum seit dem Börsengang vor vier Jahren. Die Funkwerk-Gruppe mit 1100 Beschäftigten gehört damit neben der Jenoptik AG (Jena) zur ersten Reihe der 30 wichtigsten deutschen Technologiewerte. Verlassen muss den TecDAX per 20. September der Informationstechnik-Dienstleister SAP SI (Dresden). Damit sind weiterhin zwei ostdeutsche Firmen in dem Börsenindex vertreten.

Kriterien für die Aufnahme in die wichtigen Indizes, von denen sich Unternehmen mehr Aufmerksamkeit von Privatanlegern und Fondsgesellschaften versprechen, sind Börsenkapitalisierung und -umsatz.

Funkwerk mit Sitz in Kölleda hat nach Angaben von Grundner seinen Umsatz seit dem Börsengang im November 2000 auch durch Firmenkäufe fast versechsfacht. Der operative Gewinn sei jährlich um rund 60 Prozent gestiegen. Im ersten Halbjahr 2004 wuchs der Umsatz um 62 Prozent auf 125,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 12,5 Millionen Euro 81 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen liefert unter anderem Mobilfunktechnik für Eisenbahngesellschaften, Zubehör wie Verstärker- und Freisprechanlagen für die Automobilindustrie sowie Kommunikationssysteme für Unternehmen.

Die Funkwerk-Aktie, die in diesem Jahr stark gestiegen war, notierte am Montag nach der Börsenentscheidung unverändert bei 30 Euro. (dpa)/ (tol)