Rückruf-Aktion von MSI für Pentium-4-Boards mit fehlerhafter Southbridge

Der Mainboard-Hersteller MSI will Pentium-4-Mainboards, die die brandneuen i925X-, i915P- und i915G-Chipsätze mit fehlerhaftem I/O Controller Hub ICH6 enthalten, kostenlos austauschen.

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Der Mainboard-Hersteller MSI will Pentium-4-Mainboards mit fehlerhafter Chipsatz-Southbridge kostenlos austauschen. Damit reagiert die deutsche Niederlassung der taiwanischen Firma auf einen Produktionsfehler bei einem Teil der "I/O Controller Hubs" ICH6 von Intel, die auf den brandneuen Mainboards mit i925X-, i915P- und i915G-Chipsätzen für Pentium-4-Prozessoren im LGA775-Gehäuse sitzen.

Nach Angaben von MSI können die folgenden Produkte betroffen sein:

Wie viele dieser Mainboards bereits an deutsche Endkunden verkauft wurden, konnte Firmensprecher Stephan Schwolow nicht genau sagen. Er geht aber davon aus, dass es sich um eine sehr kleine Menge handelt. Mainboards, die bereits vor dem letzte Woche erfolgten Lieferstart der neuen Pentium-4-Plattformen an Kunden und Tester verschickt worden waren, zeigten nach seiner Auskunft keine Probleme. Deshalb sei davon auszugehen, dass nur wenige Produkte tatsächlich mit fehlerhaften Chips bestückt sind. Die Rückruf-Aktion richtet sich auch an Distributoren und Fachhändler, um sicherzustellen, dass möglichst keine schadhaften Produkte an Endkunden gelangen.

Distributoren und Fachhändler können sich auf dem üblichen Reklamationsweg an MSI wenden. Betroffene Endkunden sollten den Produkt-Tausch über die Rufnummer 0 18 05/21 55 21 (12 Cent pro Minute) anmelden. MSI geht allerdings davon aus, dass es eine Weile dauern kann, bis einwandfrei geprüfte Mainboards des gleichen Typs bereitstehen. Wer nicht so lange warten will, dem bietet MSI alternative Produkte im ähnlichen Preisbereich an. Auf den als fehlerfrei getesteten LGA775-Mainboards mit ICH6-Southbridge will MSI künftig spezielle Aufkleber anbringen.

Auch andere Mainboard-Hersteller holen ihre LGA775-Produkte zurück, allerdings sind davon meistens nur Distributoren und Händler betroffen, die direkt benachrichtigt werden. (ciw)