Forschungsfotos: Beeindruckende Aufnahmen aus der Welt von Wissenschaftlern

Der Fotowettbewerb des Wissenschaftsmagazins "Nature" zeigt die Forscherinnen und Forscher in teils extremen Situationen, denen sie bei der Arbeit begegnen.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Das Siegerbild zeigt den Biologen Audun Rikardsen in einem norwegischen Fjord, wie er Wale mit Sendern ausstattet.

(Bild: Emma Vogel / Nature / dpa)

Lesezeit: 2 Min.
Inhaltsverzeichnis
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Fotowettbewerb #ScientistAtWork des Fachmagazins Nature bietet einen Einblick in die faszinierende Welt der Wissenschaft. Jedes Jahr kürt eine Jury besonders eindrucksvolle Bilder von Forschern bei ihrer Arbeit. Dieses Jahr wurden aus über 200 Einsendungen sechs Gewinnerbilder ausgewählt. Das Siegerbild zeigt den Biologen Audun Rikardsen in einem norwegischen Fjord, wie er Wale mit Sendern ausstattet. Diese sollen Daten über das Verhalten der Tiere sammeln. Die Fotografin Emma Vogel, Doktorantin an der Universität Tromsø, beschreibt die Situation als unglaublich, da man die Wale hören konnte, bevor man sie sah.

c't Fotografie 6/25

Auf dem Siegerfoto taucht im Hintergrund ein Orca auf, ein Detail, das der Jury zunächst entging. Vogel und Rikardsen verfolgen die Bewegungen der Wale mithilfe von Satelliten-Tags, die Informationen über Aufenthaltsorte und Tauchverhalten sammeln. Manchmal entnehmen sie auch Gewebeproben, um die Gesundheit der Tiere zu überwachen.

Ein weiteres Bild zeigt Kate Belleville vom California Department of Fish and Wildlife mit winzigen Fröschen, die mit einer antifungalen Lösung behandelt wurden. Diese Frösche leuchten unter Schwarzlicht, um sie von unbehandelten Exemplaren zu unterscheiden. Hier werden sie wieder in die Freiheit entlassen. Ein Foto dokumentiert das Leben in der Polarregion. Aman Chokshi zeigt das Teleskop der Amundsen-Scott-Südpolstation, umgeben von Polarlichtern. Er musste dort täglich bei minus 50 bis minus 70 Grad den Schnee vom Teleskop entfernen und dafür rund einen Kilometer durch den Schnee laufen.

Lionel Favre und sein Team warteten fast einen Monat auf Wolkenbildung am Berg Helmos in Griechenland, um diese mit ihren Messgeräten und einem Wetterballon zu erforschen. Der chinesische Wissenschaftler Hao-Cheng Yu steht unter dem Sternenhimmel in Sibirien. Yu erforscht geologische Profile rund um Goldvorkommen und arbeitet in einer abgelegenen Gegend ohne Mobilfunknetz.

Videos by heise

Der Fotowettbewerb von Nature zeigt eindrucksvoll, wie Wissenschaftler trotz widriger Bedingungen ihre Arbeit mit Leidenschaft und Ausdauer ausüben. Die Bilder sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern erzählen auch Geschichten von Entdeckungen und Herausforderungen in der Welt der Wissenschaft. Hier finden Sie die Top 6 noch einmal in der Übersicht:

Der Fotowettbewerb von des Wissenschaftsmagazins Nature #ScientistAtWork 2025 (6 Bilder)

6 – Geruchsverlust

Aman Chokshi fotografierte das riesige Teleskop an der zu den USA gehörenden Amundsen-Scott-Südpolstation umrahmt von Polarlichtern. Täglich befreien die Forscher das Instrument von Schnee, bei Temperaturen bis minus 70 °C. Die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt den Geruchssinn. Daher feiern die Wissenschaftler ihre Rückkehr nach Neuseeland mit einem Besuch im botanischen Garten, um das Grün und die Düfte der Pflanzen zu genießen, erzählt Chokshi. (Bild:

Aman Chokshi / Nature / dpa

)

(cbr)