Online-Buchhändler buch.de mit Einbußen
Der Vorstand bleibt bei der Prognose, im Gesamtjahr 2004 schwarze Zahlen schreiben zu können.
Deutschlands zweitgrößter Internet-Buchhändler buch.de hat im ersten Halbjahr 2004 Einbußen hinnehmen müssen, bleibt aber in den schwarzen Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Umsatz um 3,6 Prozent auf knapp 17,1 Millionen Euro gesunken. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach dagegen deutlich von 365.000 Euro im ersten Halbjahr 2003 auf 19.000 Euro ein. Grund seien hohe Investitionen in Marketing und Technologie im zweiten Quartal 2004.
Dennoch bleibe der Vorstand bei seiner Prognose eines positiven Ergebnisses im Gesamtjahr 2004, teilte das Unternehmen weiter mit. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz um 3,1 Prozent auf rund acht Millionen Euro. Der 1998 gegründete Internet-Händler hatte 2003 erstmals für ein Gesamtjahr schwarze Zahlen vorlegen können. Das Unternehmen mit Sitz in Münster erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als 37 Millionen Euro. buch.de betreibt neben der eigenen Marke auch die Online-Shops der Marken bol.de und thalia.de.
Das börsennotierte Unternehmen befindet sich zum großen Teil im Besitz der Douglas Holding (34,5 Prozent) und Bertelsmanns Buchclub-Sparte Direct Group (26,7 Prozent). Der Rest der Aktien sei in Streubesitz. (dpa) / (jk)