Der Kreislauf des Lebens: Die Bilder der Woche 20
Unsere Galeriefotografen entdeckten in der vergangenen Woche die Natur in all ihren Facetten – von winzigen Spinnen bis zu ziehenden Kranichen.
(Bild: KristofZ)
- Kai Siegle
Im Frühling tanzen Nebelschwaden über das Moor und Bienen bestäuben zarte Blüten, damit der Kreislauf des Lebens weitergeht. Anderswo verwelkt es bereits leise. Vogelschwärme ziehen durch den Himmel, auf dem Weg zu einem neuen Zuhause. Die Natur zeigt sich in all ihrer Vielfalt – lebendig, vergänglich und voller Bewegung.
Das Schwarze Moor
(Bild:Â Roland Schirmer)
Mitten in der Bayerischen Rhön breitet sich das Schwarze Moor aus – und überrascht nicht etwa im Herbst, sondern im Frühling mit einer fast gespenstischen Stimmung. Roland Schirmer fängt diese besondere Atmosphäre meisterhaft in seinem Bild ein. Seinen Namen verdankt das Moor dem dunklen, torfhaltigen Boden, der ihm seine geheimnisvolle Ausstrahlung verleiht. Als eines der größten und besterhaltenen Hochmoore Mitteleuropas zählt das Schwarze Moor zu den bedeutendsten Orten der Region.
Garden Beauties XIV
(Bild:Â KristofZ)
In KristofZ’s Nahaufnahme sammelt eine Honigbiene fleißig Pollen von einer Blüte. Die feinen Härchen an ihrem Körper und die winzigen Pollenpartikel sind deutlich zu erkennen. Das harmonische Zusammenspiel von Farbe, Form und der zarten Schönheit der Blume verleiht dem Bild eine besondere Anmut – kein Wunder, dass der Fotograf es "Garden Beauties XIV" nennt.
StraĂźburger Kirche
(Bild:Â Dont-Panic-42)
Majestätisch erhebt sich die Straßburger Kirche in dieser Aufnahme über dem Fluss – ihr Spiegelbild ruht im Wasser. Fast 200 Jahre lang, bis 1874, galt die Kathedrale mit ihren 142 Metern als das höchste Bauwerk der Welt. Ihre Fertigstellung im Jahr 1439 markiert den Abschluss eines Bauprojekts, das sich über beinahe vier Jahrhunderte erstreckte. In der Schwarz-Weiß-Fotografie von Dont-Panic-42 treten die filigranen Details der gotischen Architektur besonders deutlich hervor. Die fehlende Farbe lenkt den Blick auf Struktur und Form.
Lebensende
(Bild:Â Heike Maier)
In Heike Maiers Makroaufnahme neigt sich eine lilafarbene Tulpe anmutig ihrem Lebensende. Ihre einst kräftigen Farben weichen einem sanften, verwitterten Lila. Die Kamera rückt die welken Blütenblätter eindrucksvoll ins Zentrum – besonders die vorderen, die gestochen scharf hervortreten und den Blick lenken. Doch trotz der Vergänglichkeit bewahrt die Tulpe ihre Schönheit. Wie die Fotografin selbst schreibt: "Besonders schön finde ich sie immer."
Männliche Zebraspringspinne
(Bild:Â lichtbild)
Mit ihren großen Glubschaugen starrt die männliche Zebraspringspinne neugierig in lichtbilds Kamera. "Diese winzige Zebraspringspinne hat mich heute mit ihrem neugierigen Blick überrascht. Wer hätte gedacht, dass so ein kleines Wesen so viel Persönlichkeit haben kann?" Der männliche Vertreter dieser Art misst gerade einmal 4–6 Millimeter – und im Gegensatz zum Weibchen verzichtet er fast vollständig auf den Bau eines Netzes. Stattdessen streift er umher, immer auf der Suche nach Futter oder einer Partnerin.
Berliner Fernsehturm
(Bild:Â don_cuoio)
Mitten in der Großstadt erhebt sich der Berliner Fernsehturm eindrucksvoll in den Himmel. Don_cuoio fängt dieses urbane, ikonische Motiv in seiner Aufnahme minimalistisch und mit nostalgischem Blick ein und verstärkt diese Atmosphäre durch eine monochrome Farbwahl.
Flug der Kraniche
(Bild:Â JĂĽrgen Plietz)
Ein Schwarm Kraniche zieht vor dem strahlend hellen Mond vorbei. Als dunkle Silhouetten heben sich die Vögel eindrucksvoll vom Licht des Himmelskörpers ab – winzig erscheinen sie neben ihm. Jürgen Plietz hat diesen besonderen Moment mit der Kamera festgehalten. Sein Bild "Flug der Kraniche" erinnert daran, welch gewaltige Distanzen sie jedes Jahr zurücklegen: Als Zugvögel reisen sie tausende Kilometer zwischen ihren Brut- und Überwinterungsgebieten.
Alle Bilder dieser Woche finden Sie hier noch einmal in der Ăśbersicht:
Die Bilder der Woche KW 20 (7 Bilder)

Nikon Z 6_2 | 27.5 mm | ISO 100 | f/9.5 | 1/60 s
(Bild:
Roland Schirmer
)(cbr)