Apples Rendezvous fĂĽr Windows, Linux, BSD und Java
Apple hat eine Version seiner Netzwerk-Software Rendezvous zur automatischen Entdeckung und Konfiguration von Netzwerkgeräten und -diensten im Quelltext veröffentlicht.
Apple hat eine Version seiner Netzwerk-Software Rendezvous im Quelltext veröffentlicht. Rendezvous macht im lokalen Netzwerk für viele Dienste eine Konfiguration überflüssig -- sowohl für den Administrator als auch für den Nutzer. Rendezvous benutzt so genannte Multicast-DNS-Pakete, um Gesprächspartner zu erkennen. Mittlerweile lassen sich so beispielsweise viele Drucker automatisch ermitteln. Auch Chat-Partner oder Server-Dienste vermag Rendezvous zu lokalisieren.
Unter dem Namen Zero Configuration IP Networking, kurz Zerconf, arbeitet bei der Internet Engineering Task Force (IETF) bereits seit 1999 eine Arbeitsgruppe daran, Rendezvous als systemĂĽbergreifenden Standard zu definieren. Microsoft hat mit Universal Plug and Play (UPnP) eine konkurrierende Technik im Sortiment.
Seit Mac OS X 10.2 alias Jaguar ist Rendezvous fester Bestandteil des Betriebssystems von Apple. Der nun als Teil des Open-Source-Projekts Darwin erhältliche Rendezvous-Quelltext von Mac OS X 10.3.4 lässt sich auch auf den Plattformen Linux, Solaris und FreeBSD einsetzen. Enthalten sind außerdem Bibliotheken, um Rendezvous von Java aus zu nutzen. Damit entfällt die Notwendigkeit, nachprogrammierte Bibliotheken wie Howl einzusetzen, die unter anderem der iTunes-kompatible MP3-Server daapd nutzt.
Apple bietet auch eine Technology Preview für Windows 2000 und XP an, mit der der Internet Explorer beispielsweise http- und ftp-Server entdeckt. Ein Drucker-Assistent ermöglicht den konfigurationslosen Zugriff auf USB-Drucker, die an einer AirPort(-Express)-Basisstatition angeschlossen sind. Entwickler können über das SDK Rendezvous in eigene Programme integrieren. Eine spezielle Version für die PocketPC-2003-Plattform bietet Apple ebenfalls an. (adb)