Gütesiegel für IT-Technik aus Europa

Ein neues Logo soll Kaufentscheidungen für mehr digitale Souveränität erleichtern: Es kennzeichnet etwa Geräte mit Hardware aus hiesiger Fertigung.

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ITE-Gütesiegel für Produkte mit einem hohen Anteil europäischer Wertschöpfung

ITE-Gütesiegel für Produkte mit einem hohen Anteil europäischer Wertschöpfung.

(Bild: Verein zur Förderung von IT aus Europa (ITE))

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Das Gütesiegel "IT aus Europa" (ITE) soll Firmen und Behörden helfen, bewusste Kaufentscheidungen zugunsten digitaler Souveränität zu treffen. Der ITE-Verein nennt vier Anforderungsbereiche, in denen sich zertifizierte Produkte von anderen unterscheiden sollen:

  • Europäische Wertschöpfung (Hardware-Produktion, Software-Entwicklung, Dienstleistungen, Forschungsinitiativen und anderes, auch aus Großbritannien und der Schweiz)
  • Breite Verwendung von Komponenten und Technologien aus der EU
  • Einhaltung von DSGVO, ENISA-Sicherheitsstandards und EU-Forschungsrichtlinien
  • Nachhaltigkeit: Reparierbarkeit, Energieeffizienz, Recyclingfähigkeit

Das Gütesiegel soll in den vier Stufen Bronze, Silber, Gold und Platin vergeben werden, je nachdem, wie weitgehend das jeweilige Produkt die Kriterien erfüllt.

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Die Initiative hat bisher erst zwei Mitglieder: Die deutschen PC- und Serverhersteller Extra Computer und Thomas-Krenn haben den "Verein zur Förderung von IT aus Europa (ITE)" gegründet. Sie laden andere Firmen zum Beitritt und erwarten bald weitere Mitglieder.

Ein Beispiel für ein solches Gerät entwickelt Thomas-Krenn seit rund einem Jahr gemeinsam mit der deutschen Firma Congatec: den "Euro-Server". Das austauschbare Rechenmodul für allgemeine Serveraufgaben darin stammt von Congatec und ist mit einem Intel Xeon D1800 oder Xeon D2800 bestückt.

Extra Computer und Thomas-Krenn sind eng verbunden, weil Thomas-Krenn 2022 Extra Computer übernommen hat. Thomas-Krenn hält außerdem Beteiligungen an den Firmen CoreCooling GmbH und Yorizon. Letztere baut derzeit nachhaltige Rechenzentren.

(ciw)