PC-Wachstum in Deutschland über den Erwartungen
Besonders stark fiel der Zuwachs bei Unternehmens-PCs aus; die Marktforscher berichten von 18,4 Prozent Plus. Hier habe der Erneuerungszyklus eingesetzt.
Der deutsche Markt für PCs ist im zweiten Quartal 2004 um 15,6 Prozent im Vorjahresvergleich gewachsen, heißt es in einer Mitteilung des Marktforschingsinstituts IDC. Der deutsche PC-Markt insegsamt konnte im zweiten Quartal dieses Jahres wieder ein zweistelliges Wachstum der Absatzraten auf 1,836 Millionen verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte er um 15,6 Prozent zu. Insbesondere Großkunden gaben Bestellungen auf, die Stückzahlen lagen 18,4 Prozent höher als vor einem Jahr.
Besonders stark fiel der Zuwachs bei Unternehmens-PCs aus; die Marktforscher berichten von 18,4 Prozent Plus. Hier habe der Erneuerungszyklus eingesetzt. Der durchschnittliche PC in deutschen Unternehmen war mittlerweile vier Jahre alt und entsprach somit weder den Anforderungen moderner Business-Software noch aktueller Betriebssysteme.
Der Privatanwender-Markt legte um 3,6 Prozent zu. Wachstumstreibend wirkten Entertainment-Bundles, das Windows Media Center sowie Spiele. Ein weiterhin starkes Wachstum gab es auf dem Notebook-Markt mit 25,6 Prozent, auch wenn die Steigerung geringer ausgefallen ist, als in den vergangenen fünf Quartalen. Mit aggressiven Werbekampagnen, preisgünstigen Einsteigermodellen und auch hochwertigen Notebooks gelang es der Industrie 1,3 Millionen tragbare Computer abzusetzen.
Am meisten profitierte der Notebook-Hersteller Acer, der mit 151.000 abgesetzten Rechnern seinen Absatz um 93,4 Prozent im Vorjahresvergleich steigern konnte. Dell konnte mit 23,4 Prozent Auslieferungsplus auf 147.000 Geräte ebenfalls schneller wachsen als der Markt. (tol)