WLAN als letzte Rettung fĂĽr UMTS
Drahtloser Internet-Zugang über WLAN gilt als Bedrohung für neue Mobilfunk-Datendienste. Doch tatsächlich könnte WLAN das Geschäft mit UMTS erst richtig in Schwung bringen
Die schnelle Verbreitung des Datenfunks über WLAN lässt die Milliarden-Ausgaben für UMTS-Mobilfunklizenzen zunehmend als verschwendet erscheinen: Seine höheren Datenraten und niedrigeren Kosten, so die Befürchtung, werden dafür sorgen, dass sich die Hoffnung auf hohe Umsätze aus Datendiensten über Handynetze nicht erfüllt. Doch tatsächlich könnte sich WLAN auch als Türöffner für eine stärkere Nutzung der neuen Mobilfunknetze erweisen, berichtet Technology Review aktuell.
Unübersehbar sind viele Mobilfunker bereits auf den WLAN-Zug aufgesprungen und bieten selbst Internet-Zugänge per WLAN-Hotspot an. Wenn es sich an den meisten viel frequentierten Orten relativ schnell und preiswert über WLAN surfen lässt, bleibt dann nicht für UMTS kaum noch eine sinnvolle Nutzung übrig? Dazu kommt, dass die ersten WLAN-fähigen Smartphones bereits auf dem Markt und weitere Modelle dieser Art angekündigt sind -- WLAN ist also immer weniger auf den Zugang über Notebooks beschränkt.
Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die Kunden sich über WLAN daran gewöhnen, dass sie auch außerhalb des Büros oder der Wohnung online sein können -- und es ist ohne weiteres möglich, dass sie dann schnell mehr wollen. Schließlich ist der Zugang über WLAN auf die nähere Umgebung eines Hotspots beschränkt, während Mobilfunknetze flächendeckend angelegt sind. Sicher wird ein Teil des Geldes aus Funk-Datendiensten an die WLAN-Anbieter gehen. Aber es könnte sich herausstellen, dass erst WLAN -- und seine Schwächen -- zeigen, wie nützlich echter Daten-Mobilfunk wirklich ist.
Siehe dazu in Technology Review aktuell: (sma)