Philips mit starkem zweiten Quartal

Insbesondere die Schwellenländer, in denen Philips inzwischen mehr als ein Drittel seiner Umsätze generiert, sorgten für ein deutliches Umsatzplus des Konzerns. Die drei Kerngeschäftsfelder Medizintechnik, Elektrogeräte und Lichttechnik schrieben im zweiten Quartal schwarze Zahlen.

vorlesen Druckansicht 9 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im zweiten Quartal von der Belebung der weltweiten Wirtschaft und eigenen Sparbemühungen profitiert. Insbesondere die Schwellenländer, in denen Philips mittlerweile mehr als ein Drittel seiner Umsätze generiert, hätten mit ihrem Erlösplus von 29 Prozent für einen Umsatzzuwachs von zwölf Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gesorgt, teilte das Unternehmen am Montag in Amsterdam mit.

Zwischen April und Juni schrieben die drei Kerngeschäftsfelder Medizintechnik, Elektrogeräte und Lichttechnik schwarze Zahlen (PDF-Datei). Abermals trugen auch die Sparmaßnahmen zum besseren Abschneiden bei. Vergangenes Jahr hatte der Konzern seinen langwierigen Konzernumbau im Großen und Ganzen abgeschlossen, rechnet aber beispielsweise in der Medizinsparte im dritten Quartal noch mit Kosten von rund 15 Millionen Euro.

In der vor der Medizintechnik noch knapp umsatzstärksten Sparte mit Elektrogeräten will sich Philips stärker auf die Felder Genuss und Gesundheit konzentrieren. Am stärksten wuchsen im 2. Quartal allerdings die Fernsehverkäufe, die im Jahresvergleich um fast die Hälfte zulegten. Hier machten den Niederländern gar Nachschubprobleme bei Komponenten zu schaffen. Hoffnungen setzt das Unternehmen auch in seine 3D-Fernseher.

Mit Medizinprodukten setzte Philips vier Prozent mehr um. Während die Erlöse in Nordamerika auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums blieben, legten sie in den Schwellenländern um sechs Prozent zu. Bei seinen Lichtprodukten machte sich der Trend zu LEDs weiter bemerkbar. Die Leuchtdioden werden sowohl für Autos, als auch als Ersatz für herkömmliche Lampen eingesetzt. Hier verdreifachten sich die Umsätze. Aus dem Umbau und Zukäufen sehen die Niederländer für das laufende Quartal noch Kosten von rund 40 Millionen Euro.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) stieg im 2. Quartal auf 527 Millionen Euro (Vorjahr: 118 Millionen). Das EBITA-Ergebnis wurde Unternehmensangaben zufolge mit Kosten für den Konzernumbau und übernahmebedingte Aufwendungen in Höhe von 93 Millionen Euro belastet. Der Nettogewinn versechsfachte sich mit 262 Millionen Euro nahezu. Für das zweite Halbjahr dämpfte Philips allerdings die Erwartungen. So werde etwa der Umsatz nur im einstelligen Prozentbereich zulegen. (pmz)