Bertelsmann mit Gewinnplus
Der Medienkonzern Bertelsmann hält nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr, zu dem die Musiksparte und RTL beigetragen haben, Ausschau nach Möglichkeiten für Zukäufe.
Neben der mittlerweile mit Sony fusionierten Musiksparte BMG hat auch der TV-Konzern RTL einen Anteil an dem positiven Halbjahresergebnis, das der Bertelsmann-Konzern heute vorgelegt hat. Europas größter Medienkonzern konnte sowohl seinen Betriebs- als auch Nettogewinn und Umsatz steigern.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ist in den ersten sechs Monaten von 186 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum auf 596 Millionen Euro gestiegen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Unter dem Strich steht ein Nettogewinn in Höhe von 446 Millionen Euro -- nach 101 Millionen im ersten Halbjahr 2003. Der Umsatz wuchs von 7,88 Milliarden auf 8,14 Milliarden Euro.
Die RTL-Group erwirtschaftete den Angaben zufolge 2,5 Milliarden Umsatz. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg auf 373 Millionen Euro nach 250 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die BMG kam aus der Verlustzone heraus. Ihr operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern in den ersten sechs Monaten 2004 lag bei 74 Millionen Euro nach einem Verlust in Höhe von 135 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg von 1,1 auf 1,2 Milliarden Euro
Bertelsmann-Chef Gunter Thielen betonte, Bertelsmann habe in den vergangenen zwei Jahren seine Profitabilität deutlich gesteigert. "Bertelsmann gewinnt immer mehr Spielraum für Investitionen zur Stärkung unserer Kerngeschäfte sowie zur Expansion in neue Wachstumsmärkte." Dies könne auch durch Zukäufe geschehen, deutete er an: "Die sich bietenden Chancen werden wir konsequent nutzen." Finanzvorstand Luther sagte gegenüber dpa, die angekündigte Investitionssumme von zwei Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre könnte noch nach oben korrigiert werden, wenn sich entsprechende Gelegenheiten für Zukäufe böten. (tol)