Verdacht auf Insiderhandel bei Medion

Gegen den PC-Hersteller Medion wurde ein Verfahren wegen des Verdachts auf Insiderhandel eröffnet. Eine Vorprüfung soll erste Anhaltspunkte ergeben haben.

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  • Dorothee Wiegand

Gegen den PC-Hersteller Medion hat die Finanzaufsicht ein Verfahren eingeleitet, um dem Verdacht auf Insiderhandel nachzugehen. Der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (bafin) lägen Anhaltspunkte dafür vor, teilte die Bonner Behörde am Freitag mit.

Insiderhandel würde beispielsweise vorliegen, wenn Mitarbeiter, die kursrelevante Informationen kennen, Aktien vor der Veröffentlichung dieser Informationen erwerben oder abstoßen. Sie würden damit ihren Informationsvorsprung illegal nutzen und die anderen Anleger schädigen. Der Verdacht auf Insiderhandel entsteht oft, wenn ungewöhnlich viele Transaktionen vor einer wesentlichen Unternehmensmeldung stattgefunden haben.

Medion hatte die ursprünglich für den 11. August vorgesehene Veröffentlichung der Halbjahreszahlen auf den 29. Juli vorgezogen. Nachdem das Unternehmen im ersten Quartal 2004 noch ein deutliches Plus erzielt hatte, machte der Aldi-PC-Lieferant in der vergangenen Woche mit einer Gewinnwarnung Schlagzeilen. Der Aktienkurs war daraufhin zeitweise um 36 Prozent gefallen. Zum Wochenschluss verlor Medion erneut 1,85 Prozent und fiel damit auf 17 Euro. (dwi)