Blick ins Heft c’t 13/2025: Cloud-Dienste selbst betreiben
Die Cloud-Speicher von Apple, Google und Co. sind bequem, doch immer mehr Nutzer wollen die Kontrolle zurĂĽck. Unsere Tipps helfen, die Komfortzone zu verlassen.
Hallo aus Hannover,
mal wird der Cloud-Dienst zu teuer, mal nervt das begrenzte Datenvolumen, mal ändern sich die Nutzungsbedingungen und er mutiert zur Analytics-Plattform für den Betreiber. Wer, auch angesichts der Entwicklungen in den USA, seine Daten lieber für sich behalten möchte, findet mittlerweile eine gute Auswahl an Tools und Apps, die den Betrieb eigener Cloud-Dienste erleichtern. Klar, ohne fundiertes Wissen geht das nicht, sonst landen Fotosammlung und Steuererklärung schneller in fremden Händen, als einem lieb ist. Meine Kollegen Jan Mahn, Sylvester Tremmel und Peter Siering geben Ihnen das Rüstzeug für die ersten eigenen Projekte.
AuĂźerdem beleuchten wir in der aktuellen c't die Welt des Online-GlĂĽcksspiels, stellen ein Ein-Klick-Windows-Backup vor und werfen einen Blick hinter die Kulissen unserer Grafikkarten-Tests.
Cloud-Dienste selbst betreiben
Zugegeben, einen eigenen Cloud-Dienst setzt man nicht mal eben in der Mittagspause auf, und ein wenig Pflege braucht er auch. Aber so praktisch, wie sie auf den ersten Blick scheinen, sind Dropbox, iCloud, Google Drive und Co. auf Dauer eben auch nicht: Irgendwann ist selbst das großzügigste Gratisvolumen ausgeschöpft, der anfangs verlockende Abopreis verteuert sich jährlich oder der Anbieter stellt fest, dass sich mit Datenanalyse auch prima Geld verdienen lässt und präsentiert entsprechend aktualisierte Nutzungsbedingungen.
Die naheliegendste Alternative ist der Allrounder Nextcloud, aber es gibt auch spezialisierte Apps, die sich fürs erste Selbsthosting-Projekt anbieten, beispielsweise das auf Foto- und Video-Sharing spezialisierte Immich. Oder diverse Filter-, Tracking- und Automatisierungsdienste für die heimischen vier Wände inklusive Auto: etwa der DNS-Server Pi-hole, der Passwortmanager Vaultwarden, oder der Standortprotokollierer Dawarich.
Wer überall auf seine Daten zugreifen und einen Teil davon auch Familienmitgliedern oder Freunden zugänglich machen möchte, weckt naturgemäß auch bei Unbefugten Begehrlichkeiten. Deshalb stellen wir ausführlich das Handwerkszeug vor, das Sie für einen sicheren Betrieb Ihrer eigenen Dienste benötigen.
Außerdem geben wir Tipps, wie Sie mit gezielten Tests Vertrauen in Ihre selbst aufgesetzte Infrastruktur gewinnen und diese sukzessive nach außen hin öffnen können. So minimieren Sie nicht nur das Sicherheitsrisiko für sich und Ihre potenziellen Gäste, sondern halten auch den Administrationsaufwand im Rahmen.
- Self-Hosting: Dienste unter eigener Kontrolle
- Handwerkszeug fĂĽr Selbsthoster
- Dienste ins Netz bringen: die Grundlagen
- Erweiterte Techniken fĂĽr Selbst-Hoster
(Bild:Â KI, Collage: c't)
Auch das noch!
Glücksspielautomaten im Web manipulieren das Belohnungssystem des Menschen und verstärken so die Suchtgefahr. Wissenschaftler beobachten, dass auch ein geschicktes Gamedesign verstärkend wirkt. Dass die Online-Glücksspiele wie Drogen wirken, ist demnach kein Zufall, schreibt mein Kollege Arne Grävemeier in der aktuellen c’t.
So sind die Apparate nicht einfach nur modern und fantasiereich gestaltet, sondern versprechen auch attraktive Gewinne. Vor allem regen sie mit verschiedenen Tricks das Belohnungssystem des Spielers an und erzielen aufgrund der fortgesetzten Dopaminausschüttung im menschlichen Gehirn Effekte, die mit denen einer Substanzsucht vergleichbar sind. Spielsucht ist meines Erachtens ein deutlich unterschätztes gesellschaftliches Problem.
Im Verbraucherschutz-Podcast "Vorsicht, Kunde!" haben wir das Thema jĂĽngst aufgegriffen, allerdings nicht die Sucht, sondern die rechtlichen Gegebenheiten rund ums Spiel. Wir besprechen, was es mit dem GlĂĽcksspielstaatsvertrag auf sich hat, wann man Gewinne versteuern muss und wer von den Einnahmen der GlĂĽcksspielanbieter profitiert.
- Web-Casinos: Die Psychotricks der Anbieter
- Recht: Was beim Zocken im Netz erlaubt ist
- Vorsicht-Kunde-Podcast: Lottogewinn steht Erben zu
Meine persönlichen Highlights
Sprachmodelle beantworten Fragen direkt – und immer mehr Suchmaschinen ebenso. Vielen Surfern genügen diese automatisch generierten Antworten, sie besuchen die zugrundeliegenden Websites nicht mehr. Das rüttelt an den Grundfesten des Webs. Insbesondere Google scheint das Gefüge zwischen seinem Dienst und dem Rest der Online-Welt aufzukündigen.
DJIs Mavic 4 Pro soll auch Anwender zufrieden stellen, die bei einer Drohne höchste Ansprüche an Bildqualität und kreative Flexibilität haben. Doch dafür muss man tief in die Tasche greifen.
Spezielle Mathe-Apps versprechen nicht nur die richtige Lösung für Aufgaben jeder Art, sondern erklären auch den Weg dahin Schritt für Schritt. Wir haben sie mit typischen Aufgaben der Sekundarstufe auf die Probe gestellt. Der Test zeigt, bei welchen mathematischen Problemen die Apps tatsächlich weiterhelfen und wo sie passen müssen.
Aktuelle USB-C-Adapter für die Zigarettenanzünderbuchse füllen den Smartphoneakku auch im Auto mit dem Ladeturbo Power Delivery flott und versorgen das Navi oder die Tablets mitreisender Kinder. Doch Vorsicht: Ultrabillig-Stöpsel gefährden Radioempfang und empfindliche Bordelektronik.
Schon seit den Anfängen des WWW sind gemeinnützige Organisationen maßgeblich an dessen Standardisierung, Entwicklung und inhaltlicher Gestaltung beteiligt. Das sind die Gruppen, diese Ziele verfolgen sie und so finanzieren sie ihre Arbeit.
SpiderFoot verknüpft Mailadressen mit Benutzernamen und entlarvt oft sogar Klarnamen, indem es öffentlich verfügbare Daten aus allen Winkeln des Internets zusammenträgt. Wir haben ausprobiert, wie gut das Tool Nutzer identifiziert.
Ein c’t-Werkzeug sichert Windows so, dass es sich auf quasi beliebiger Hardware wiederherstellen lässt. Die aktuelle, komplett neu geschriebene Version ist robuster, schneller und hat eine grafische Oberfläche.
All-in-One-Lösungen mit Speicher machen das Aufsetzen eines Balkonkraftwerkes besonders einfach. Mit einem Twist umgeht EcoFlow bei seiner Stream-Serie dabei die Einspeisegrenze von 800 Watt.
Für unser Osterrätsel sollten Sie den Pinguin Chilly in drei Levels über die längste Route zum Ziel schubsen. Die Aufgaben waren schwerer als erwartet. Die Auflösung.
(Bild:Â KI)
P.S. aus der Redaktion
Unsere Serie "Quell der Zahlen" nimmt Sie mit hinter die Kulissen unserer Hardware-Tests: in die c't-Labore, Heimat präziser Messgeräte und ausgeklügelter Benchmarks.
Im dritten Teil unserer lockeren Reihe erklärt mein Kollege Carsten Spille, wie wir Grafikkarten testen. Beispielsweise ermitteln wir die Performance nicht nur anhand theoretischer Durchsatzraten, sondern versuchen, möglichst praxisrelevante Szenarien zu entwickeln. Anfang dieses Jahres haben wir unser Testsystem aktualisiert und den Parcours auf einen frischen Stand gebracht. Dabei kombinieren wir automatisiert ablaufende Standard-Benchmarks wie UL 3DMark mit selbst erstellten Testszenarien auf Basis halbwegs aktueller Spiele. So können wir zusätzlich zu den abstrakten Vergleichswerten auch einen Eindruck von der Performance vermitteln, die Spieler selbst erleben.
Auch das Labor selbst erfüllt höchste Anforderungen. Wie laut oder leise etwa der Lüfter arbeitet, messen wir nicht einfach nach Feierabend im Büro, sondern in unserer schallarmen Kammer. Dort belauschen vier empfindliche Mikrofone die GPU bei der Arbeit. Die verbreiteten Smartphone-Apps oder Handmessgerät aus dem Baumarkt, scherzhaft auch "Schätzeisen" genannt, kommen uns höchstens als Testobjekt auf den Tisch.
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- Inhaltsverzeichnis c't 13/2025
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(atr)